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200 Paten engagieren sich bei Swasiland-Patenprojekt des Kirchenkreises Winsen

Engagieren sich mit dem Trägerkreis für das Patenprojekt (v. li.): die Pastoren Markus Kalmbach und Carsten Stock, Kirchenvorsteher Peter Hagemann und Diakon Wilfried Staake (Foto: Kirchenkreis Winsen)
ce. Winsen. Es begann vor knapp drei Jahren mit einer Idee: Heute werden bereits gut 200 Waisenkinder in Südafrika durch das Engagement von Paten aus dem Kirchenkreis Winsen liebevoll betreut. Möglich wurde dies durch die Übernahme von Patenschaften durch private Spender. "Mittlerweile haben sich über 200 Privatpersonen bereit erklärt, Pate zu werden", sagt Pastor Markus Kalmbach von der Winsener St. Marien-Gemeinde. Die Paten zahlen monatlich 20 Euro. "Wir sind sehr dankbar dafür. Hierdurch leisten wir einen wichtigen humanitären Beitrag für die Ärmsten der Armen", so Kalmbach.
Der Theologe weiß, wovon er spricht, arbeitete er vor seinem Dienstantritt in Winsen doch selbst elf Jahre lang im südlichen Afrika. Dort war seine Pastorentätigkeit unter anderem stark geprägt vom Engagement für Waisenkinder und HIV/Aids-Erkrankte. "Wir können nicht einerseits von der Liebe Gottes erzählen und andererseits die menschlichen Probleme außer Acht lassen“, betont der Seelsorger.
2016 bot Kalmbach eine Südafrikareise an. Die 15 Teilnehmer wollten mehr über die Fluchtursachen in Afrika erfahren. So besuchte die Gruppe verschiedene Hilfsorganisationen. Am überzeugendsten war für sie die Arbeit der Initiative "Hands at Work“, die sich auch um die bedürftigsten Kinder in Swasiland, Mosambik und Malawi kümmert. Durch eine schlanke Organisation werden nur zehn Prozent der Spendengelder für die Verwaltung gebraucht, 90 Prozent kommen den Kindern zugute. Insgesamt 7.000 Kinder in acht afrikanischen Ländern hilft "Hands at Work" dauerhaft.
Wieder zuhause angekommen, beschloss die Gruppe, sich auch von Winsen aus für Waisen in Afrika zu engagieren und um Patenschaften zu werben. Die ersten 50 von inzwischen 200 waren bereits nach drei Wochen gefunden.
"Hands at Work" baut für jeweils 50 Kinder eines Dorfes eine Versorgungsstation - einen "Carepoint“ - auf. Dort bekommen sie eine warme Mahlzeit am Tag, es wird ihnen der Schulbesuch ermöglicht, und sie erhalten eine Basis-Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus gibt es Spielangebote und Hausbesuche, um das familiäre Umfeld der Unterstützten kennen zu lernen.
Das haben die Winsener Paten schon erreicht: Im Oktober 2017 startete die Betreuung von 50 Kindern in Swasiland durch die Hilfsorganisation. Seit Februar 2018 werden weitere 50 Kinder in Mosambik betreut und seit Sommer vergangenen Jahres auch 50 Kinder in Malawi.
Als Gründe für die große Not im südlichen Afrika nannte "Hands at Work"-Leiter George Snyman bei seinem jüngsten Besuch in Winsen politische Unruhen, HIV/AIDS und den Klimawandel. Wenn Rebellen ein Dorf heimsuchten, so flüchteten die Kinder meist in den Busch und überlebten, während Erwachsene oft getötet würden. Auch die dramatische Ausbreitung von HIV/AIDS habe viele Kinder zu Waisen gemacht, die dann von den Großmüttern betreut würden. Mangelnde Bildung und mangelnde Aufklärung verstärkten noch diese Epidemie.
Markus Kalmbach ist zutiefst bewegt vom Echo des Aufrufes. "Das hätten wir nie erwartet“, sagt er zum heutigen Stand des Projektes. Unterdessen haben sich zehn der Paten zu einem Trägerkreis zusammengefunden. Gemeinsam mit diesem kümmern sich Kalmbach, sein Kollege Carsten Stock, Kirchenvorsteher Peter Hagemann und Diakon Wilfried Staake um das Patenprojekt.
• Mehr Informationen unter www.patenprojekt-swasiland.de.