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Anwohner lassen nicht locker

Ärgern sich über die Baupläne auf dem Areal des leerstehenden Gebäudes (v. li.): Heinz-Dieter Müller, Hella und Bruno Boltz, Sabine Rudolph, Ingrid Müller und Georg Gräven (Foto: thl)

"Betonklotz"-Gegner erheben Fachaufsichtsbeschwerde in Hannover gegen die Stadt Winsen

thl. Winsen. Die Bewohner der Luhestraße lassen in ihrem Kampf gegen den als "Betonklotz" verschrieenen Neubau an der Deichstraße/Ecke Luhestraße nicht locker.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, will die örtliche Firma Artrium Architekten dort das Wohn- und Geschäfthaus "Altstadttor" errichten, das die Anwohner als "zu massiv" ablehnen. "Wir wehren uns nicht grundsätzlich gegen einen Neubau, allerdings aber gegen einen in dieser Größe", macht Anwohnerin Hella Boltz deutlich.
Parallel zum noch laufenden Klageverfahrens eines Anwohners gegen den Neubau vor dem Verwaltungsgericht, haben weitere Anwohner eine Fachaufsichtsbeschwerde bei Ministerpräsident Stephan Weil eingereicht, weil nach ihrer Ansicht die erteilte Baugenehmigung einen Verstoß gegen das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz darstellt. In Hannover wird die Eingabe gerade vom zuständigen Ministerium bearbeitet, das dafür eine Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege in Lüneburg angefordert hat. Dieses hatte der Stadt seinerzeit bereits mitgeteilt, dass es den Neubau für überdimensioniert halte.
Offen ist nach wie vor, wann der Altbau abgerissen wird. Nachdem im Anfang Mai ein unabhängiger Gutachter den Ist-Zustand und eventuelle Vorschäden der angrenzenden Wohnhäuser auf Klein Korsika - so heißt die Luheinsel im Volksmund - dokumentiert hat, hat das Büro Artrium mit Schreiben vom 23. Mai den Anwohner mitgeteilt, dass der Abriss am 20. Juni beginnen werde. Passiert ist bis heute allerdings noch nichts. "Die Beweissicherung hat länger gedauert als geplant und ist vergangene Woche gerade fertig geworden", erklärt Architekt Ulrich Salvers. In Kürze soll es jetzt aber losgehen.