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Bürgerinitiative kritisiert Kreis-Ordnungsausschuss für Ablehnung der Veloroute Buchholzer Bahn

Steht hinter ihrem Projekt: die Bürgerinitiative Foto: BI Veloroute Buchholzer Bahn

"Maßnahme wurde einfach vom Tisch gefegt"

  ce. Buchholz/Lüneburg. "Wir sind entsetzt, dass man die Worte Klimaschutz und Verkehrswende gar nicht kennt und so die Verkehrsart 'Radfahren' sträflich vernachlässigt!" Derart verärgert reagiert die Bürgerinitiative (BI) "Landschaftsradweg Veloroute Buchholzer Bahn" darauf, dass der Bau- und Planungsausschuss des Landkreises Harburg in seiner jüngsten Sitzung "alle Themen um die Fahrradinfrastruktur abgelehnt oder immer weiter verschoben" habe.
Die BI-Projektgruppe verfolgt das Ziel, auf der ehemaligen Trasse vom Buchholzer bis zum Lüneburger Bahnhof eine Zweiradstrecke einzurichten. In der Gruppe haben sich Initiator Eckehardt Scheibler sowie Mitglieder der ADFC-Kreisverbände Harburg und Lüneburg zusammengeschlossen (das WOCHENBLATT berichtete).
Allein innerhalb der vergangenen Woche wurden laut BI 77 neue Unterschriften für die Veloroute gesammelt. Die Initiative habe daher vom Planungsausschuss die Zusage erwartet, die Machbarkeitsprüfung zur Umsetzung des Vorhabens anzustoßen. "Ohne Prüfung der Auswirkungen auf Naturschutz und Klimaschutz, des Verkehrskonzeptes und der tatsächlichen Kosten wurde diese Maßnahme für kreisübergreifende, städteverbindende und umweltfreundliche Mobilität vom Tisch gefegt", kritisieren die BI-Sprecher Karin Sager und Eckehardt Scheibler. Die Strecke würde als einzige Route die Radler ohne störenden Straßenverkehr von Buchholz nach Lüneburg führen.
Verwundert zeigt sich die BI über Äußerungen der FDP in Medien, wonach sich die Investitionskosten für die Veloroute auf über 10 Millionen Euro allein im Kreis Harburg und auf rund 18 Millionen Euro insgesamt belaufen würden. "Nach unseren Planungen würde die Route mit etwa 1,3 Millionen Euro zu Buche schlagen", erklärte Eckehardt Scheibler hierzu gegenüber dem WOCHENBLATT.
Die BI setzt nun ihre Hoffnungen darauf, dass der Kreistag in seiner Sitzung am 22. Oktober verstärkt "Interesse an nachhaltiger, umweltfreundlicher Mobilität für die Zukunft in der Metropolregion" zeigt und die Veloroute nicht streicht. In der Sitzung soll das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) 2025 verabschiedet werden. "Die Prüfung der Routen-Machbarkeit soll als Zielvorgabe im RROP festgelegt werden", fordert Eckehardt Scheibler.