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Bundesgesellschaft informierte über Suche nach Endlager-Standort für Krümmel-Atommüll

Das 2011 stillgelegte Kernkraftwerk Krümmel: Der hochradioaktive Müll ist in einem Zwischenlager auf dem Gelände untergebracht Foto: ce
ce. Elbmarsch. Erst der Abbau - und dann? Das seit 2011 stillgelegte Kernkraftwerk Krümmel soll nach den Vorstellungen des Energiekonzerns Vattenfall als Betreiber voraussichtlich bis Mitte der 2030er Jahre abgebaut werden. Über die Suche nach einem geeigneten Endlager für den derzeit im Standortzwischenlager (SZL) neben dem Kraftwerk deponierten hochradioaktiven Müll berichteten jetzt Vertreter der in Essen ansässigen Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) bei einer Infoveranstaltung.
Anfang dieses Jahres übernahm die BGZ von Vattenfall das Zwischenlager, in dem sich 41 mit Brennelementen gefüllte Castorbehälter befinden. "Auf die BGZ übertragen wird gemäß Entsorgungsübergangsgesetz zum 1. Januar 2020 auch das dann in Krümmel entstehende Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Zwischenlager (LasmAaZ)", erklärte BGZ-Sprecher Tobias Schmidt auf WOCHENBLATT-Anfrage.
Gemäß einer gesetzlichen Vorgabe solle - so Schmidt weiter - im Jahr 2031 ein Endlager-Standort für hochradioaktive Abfälle aller deutschen Atomkraftwerke und Forschungsstätten festgelegt werden. Bei den Abfällen handele es sich vorwiegend um abgebrannte Brennelemente. Danach würden die Genehmigung und die Errichtung des Endlagers erfolgen. "Voraussichtlich um das Jahr 2050 soll das Endlager in Betrieb gehen", blickt Tobias Schmidt in die Zukunft.
Für die Planung und Umsetzung ihres Vorhabens hat die Bundesgesellschaft 24 Millarden Euro aus einem von Energiekonzernen gefüllten Fonds zur Verfügung.