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Einrichtung eines Katastrophenschutz-Zentrum für Landkreis Harburg wird diskutiert

Der Katastrophenschutz - hier eine Übung für den Hochwasser-Ernstfall am Deich bei Fliegenberg - soll durch das Zentrum verbessert werden Foto: bs
ce. Landkreis. Zunehmende Extremsituationen nach Hochwassern oder Starkregen, mögliche großflächige Stromausfälle, Tierseuchen oder auch die Bedrohung durch Naturgewalten und Terrorismus machen ein Katastrophenschutz-Zentrum im Landkreis Harburg erforderlich. Das betonte Jan Bauer, Vorsitzender des Ausschusses für Ordnung und Feuerschutz im Landkreis, in dessen jüngster Sitzung. Dort stellte Bauer, der auch Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land ist, erste Pläne für ein Logistik- und Schulungszentrum für den Katastrophenschutz vor. Dieses solle auch eine bessere Prävention gegen Cyber-Attacken auf lebenswichtige Kommunikations-Netzwerke und Infrastrukturen ermöglichen.
Auf WOCHENBLATT-Anfrage erklärte Bauer, die Rotkreuzler hätten für den Neubau bereits bei der Stadt Winsen ein Grundstück im Gewerbegebiet Luhdorf unweit der A39 "reserviert". Das Zentrum solle zur Schulung der Aktiven von DRK, Feuerwehren, DLRG und Johannitern dienen, vor allem aber als Lagerfläche für Einsatz- und Hilfsmaterial. Dazu gehören unter anderem Betten, Zelte und Zeltheizungen zur Versorgung von Notunterkünften ebenso wie Großküchen, sanitäre Ausstattung und Medikamente. "Das Zentrum soll neben der Feuerwehr-Technischen Zentrale in Hittfeld ein wesentlicher Baustein für den Krisen- und Katastrophenfall im Landkreis und in Teilen der Metropolregion Hamburg sein", so Jan Bauer. In Winsen würden die bislang über den Landkreis verteilten Katastrophenschutz-Ressourcen unter einem Dach zusammengefasst. "Dadurch könnte die Bevölkerung bei Bedarf noch effektiver geschützt werden."
Eine Detailplanung für das Zentrum werde derzeit mit der Kreisverwaltung beraten und in der nächsten Sitzung des Ordnungsausschusses, die am 30. Januar 2019 stattfindet, vorgestellt.