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Gastro-Treff und Wohnungsbau? "Josthof"-Grundstücksbesitzer schmiedet Zukunftspläne

"Ich würde gerne eine Kombination aus Wohnungsbau und Gastronomie schaffen": Grundstücksbesitzer Jörg Hansen
ce. Salzhausen. Die Brandstelle ist wieder leer und der Boden für einen Neubeginn quasi bereitet: Die Ruine des Hotels und Restaurants "Josthof", das im vergangenen Jahr durch ein Großfeuer zerstört wurde (das WOCHENBLATT berichtete), wurde innerhalb von gut zwei Wochen geräumt. Und Grundstücksbesitzer Jörg Hansen (62) schmiedet - auch mit Unterstützung aus der Bevölkerung - fleißig Zukunftspläne für das Areal.
"Was soll dort Neues entstehen? Was ist der Wunsch?", fragte Jörg Hansen vor wenigen Tagen via Facebook nach Ideen für das Gelände und bekam umgehend zahlreiche Vorschläge. "Die Kommentare waren überwiegend toll und konstruktiv. Es freut mich, dass sich so viele Menschen aus Salzhausen und Umgebung Gedanken darüber machen, wie diese Fläche attraktiv gestaltet werden könnte", erklärt er. "Der Trend bei den Facebook-Nutzern geht in Richtung Biergarten oder eine ähnliche Gastronomie. Ich würde, wenn möglich, gerne eine Kombination aus Wohnungsbau und Gastronomie an dieser Stelle schaffen", sagt Hansen, der entsprechende Gespräche mit potenziellen Investoren führt.
Ob sein Wunsch Wirklichkeit werden kann, hängt auch davon ab, ob und mit welchem finanziellen Aufwand das Fachwerkhaus hinter dem jetzigen Biergarten-Bereich saniert werden kann. Dies wäre unter anderem erforderlich, da die Gas- und Stromleitungen in dem Haus im vergangenen Jahr im Zuge der Brandbekämpfung gekappt werden mussten.
"Denkbar wäre auch, eine größere Begegnungsstätte für alteingesessene Salzhäuser und Neubürger zu errichten", gibt Jörg Hansen zu bedenken. "Die Dörpschün ist bei Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern häufig zu klein, und die Gemeinde sucht seit längerer Zeit nach einer geräumigeren Alternative. Sie könnte ja bei der Errichtung eines Gemeinschafts- und Veranstaltungszentrums auf meinem Grundstück finanziell mit einsteigen."
In wenigen Tagen rücken erstmal Kreis-Archäologe Dr. Jochen Brandt und sein Team von der Bodendenkmalpflege des Landkreises Harburg in Salzhausen an. Sie wollen erforschen, ob sich unter dem Fundament und der Bodenplatte des früheren "Josthofs" historische Schätze verbergen, ist doch das Anwesen immerhin bereits etwa 1.000 Jahre alt. Jörg Hansen: "Wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, werden wir weitersehen."