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"Gemeinsam etwas erreichen"

Christina Glawe (Foto: privat)

Nur wenige Politiker antworten auf Fragen der "KiWis" / Jetzt folgt ein Diskussionsabend

thl. Winsen. Zu ihrem nächsten Treffen lädt die Elterninitiative "Kinder Winsens - KiWis" am Donnerstag, 16. August, um 19 Uhr im Laterna Magica in der Rathausstraße ein. An diesem Abend sollen von Eltern gestellte Fragen mit Kommunalpolitikern kontovers diskutiert werden. Wie das WOCHENBLATT berichtete, machen sich die "KiWis" für eine qualitativ hochwertige Betreuung der Grundschulkinder stark und hatten in diesem Zuge einen Fragenkatalog an die Parteien des Stadtrates geschickt.
"Insgesamt hatte die Initiative rund ein Dutzend Politiker sowie Bürgermeister André Wiese (CDU) angeschrieben", so "KiWis"-Sprecherin Christina Glawe. Geantwortet haben bislang Dr. Erhard Schäfer (Gruppe Grüne/Linke), Benjamin Qualmann und Birgit Eckhoff (beide SPD) sowie André Bock (CDU).
"Ich denke, dass sich nur mit Druck von den betroffenen Eltern und an guter Bildung Interessierten Ziele erreichen lassen, die der Situation der Kinder und ihrer Familien angemessen sind", schreibt Dr. Schäfer. Von diesen Zielen sei man derzeit aber noch weit entfernt. "Dahinter steckt nicht nur dumpfe Ideologie - wie bei Wilfried Rieck -, sondern auch gezielte Strategie gegen Chancengleichheit und gute Bildung für alle." Man müsse gemeinsam einen Forderungskatalog entwerfen und damit die konservativen Mehrheiten im Stadtrat, Kreistag und Landtag vor sich her treiben und zur Rede stellen. Dr. Schäfer: "Sonst erreichen wir nichts."
"Für die Winsener SPD ist es nach wie vor das Ziel, die Qualität an den Ganztagsgrundschulen, auch mit Blick auf die Betreuungszeiten, an jene der Horte anzupassen", schreibt Benjamin Qualmann. Und Birgit Eckhoff ergänzt: "Genau diese Fragestellungen der Eltern habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder aufgeworfen. Vielleicht ist es ja mit vereinten Kräften möglich, endlich gute Ergebnisse für die Eltern und natürlich die Kinder zu erreichen."
André Bock will den Fragenkatalog der Eltern auf der nächsten Fraktionssitzung erörtern. "Ich hoffe, Ihre Fragen fußen nicht nur auf Grundlage der in den letzten Wochen teilweise doch sehr unsachlich geführten 'Sommerloch-Diskussion' in den Medien. Die Meinungen und Äußerungen haben teilweise alles rund um das Thema Kinderbetreuung in einen Topf geworfen und einige Fakten durcheinandergebracht." Insgesamt sei das alles wenig hilfreich, sich sachlich und nüchtern der aktuellen Aufgaben anzunehmen, so Bocks Kritik.