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Hinck und Bremer wollen es nochmal wuppen

Die City Marketing-Geschäftsführer Markus Trettin (li.) und Sebastian Putensen (re.) präsentierten Winfried Bremer (2.v.li.) und Friedrich Hinck als neue Weihnachtsmark-Veranstalter (Foto: thl)

Winsener Weihnachtsmarkt unter neuer Organisation - aber nur für ein Jahr

thl. Winsen. Nach der Kritik in den vergangenen Jahren über den Winsener Weihnachtsmarkt (das WOCHENBLATT berichtete) hat die City Marketing als Veranstalter (erst einmal) hingeworfen - und mit Friedrich "Fiete" Hinck und Winfried "Winne" Bremer zwei neue alte Veranstalter präsentiert. Beide haben einschlägige, jahrzehntelange Erfahrung in der Organisation von Märkten und Veranstaltungen.
"Wir sind froh, solche erfahrenen externen Veranstalter gefunden zu haben", sagte Sebastian Putensen, Geschäftsführer der City Marketing, bei der Vorstellung der beiden "Neuen". Als offizielle Begründung für den Ausstieg der Gesellschaft nannte er die "Veränderung des Aufgabenfeldes". "Wir wollen uns künftig auf unsere Kernaufgabe, der Unterstützung des Handels konzentrieren, bleiben aber Sponsor des Events", erklärte Putensen.
Trotz aller Kritik war der Weihnachtsmarkt in den vergangenen Jahren gut besucht, so Bremer. Darauf wolle man aufbauen. Eine Revolution werde es aber nicht geben. "Wir wollen etwas mehr Schliff hineinbringen und die Eisbahn attraktiver machen", waren sich die beiden einig. Und die Musik solle jeden Abend bis zum Marktende spielen. Ansonsten setze man auf Bewährtes. Ein Höhepunkt soll das Eisstockschießen werden. Dafür suchen Hinck und Bremer noch Betriebsmannschaften mit jeweils vier Teilnehmern. "Insgesamt 32 Teams sollen antreten", erklärte Fiete Hinck das Ziel. Die Startgebühr beträgt 20 Euro.
Das Musikprogramm soll mit Chören, Musikern und Bands aus der Region bestückt werden. "Ein Kinderchor und die Elbdeichbrummer haben bereits zugesagt", so Hinck.
Auf Zusagen hoffe man auch von den bisherigen Ausstellern, die jetzt alle angeschrieben worden sind. "Leider sehr spät, aber wir hinken dem Zeitplan hinterher", sagte Bremer. Grund: Hinck und er seien zwar die einzigen Bewerber für die Ausrichtung des Marktes gewesen, dennoch habe es lange gebraucht, bis alle Details geklärt waren und die City Marketing den Zuschlag erteilte.
Der Weihnachtsmarkt findet vom 30. November bis zum 9. Dezember wieder auf dem Schlossplatz statt. Geöffnet ist täglich von 12 bis 20 Uhr. "Winsen braucht einen Weihnachtsmarkt, der über zwei Wochenenden geht. Länger wäre aber auch nicht machbar", ist sich Winne Bremer sicher. Auch eine von vielen Bürgern gewünschte Verlegung auf den Kirchvorplatz sei nicht möglich. "Zumindest nicht mit der Eisbahn", sind sich beide einig. Allerdings könnten sich die beiden vorstellen, den Markt künftig am zweiten und dritten Advents-Wochenende zu veranstalten. Doch ob das soweit kommt, bleibt offen. Denn die City Marketing erteilte Hinck und Bremer den Ausrichter-Auftrag nur für ein Jahr. Eine Option für 2019 wurde abgelehnt. "Wir warten die Veranstaltung ab und ziehen dann eine Bilanz", so Sebastian Putensen. "Ich bin aber positiv gestimmt, dass wir eine gute Lösung finden werden." Nichts gegen Winne Bremer und Fiete Hinck. Beide sind geschäftstüchtig und haben immense Erfahrungen, was Veranstaltungen betrifft. Von daher glaube ich, dass der Weihnachtsmarkt gut werden wird.
Kommentar
Ein Armutszeugnis hat sich aber die City Marketing ausgestellt, deren Geschäftsführer damit beauftragt waren, einen neuen Ausrichter zu finden. Statt einer öffentlichen Ausschreibung gab es persönliche Anfragen bei möglichen Kandidaten, die anschließend eine schriftliche Bewerbung abgeben sollten. Nur Hinck und Bremer reichten diese ein. Bekamen als "Dank" aber nur den Zuschlag für ein Jahr, eine Option für 2019 wurde abgeschmettert. Die Zusage kam so spät, dass beide jetzt in zeitlichen Druck geraten bezüglich Musik und Aussteller.
Da entsteht für mich der Eindruck, dass die City Marketing gar nicht daran glaubt, dass Hinck und Bremer es können. Oder hat man womöglich Angst, dass die beiden "alten Hasen" es besser machen, als die Gesellschaft bei den Märkten davor? Thomas Lipinski Armutszeugnis für City Marketing