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Jetzt im Handwerk durchstarten

Obermeister der Metallbauer, Jan Jürgens (li.), und Geschäftsführer Andreas Baier wollen Jugendliche fürs Handwerk begeistern
Siebter Tag des Handwerks in Winsen: Lehrlinge und qualifizierte Fachkräfte in allen Branchen gesucht

as. Winsen. "Handwerk hat mich schon immer interessiert", sagt Naima Hempel, angehende Metallbauerin mit Fachrichtung Metallgestaltung. Auf dem Tag des Handwerks erzählte die 22-jährige von ihrem Werdegang: Nach dem Abitur machte sie Praktika bei verschiedenen Handwerksbetrieben und schaute sich die unterschiedlichen Gewerke an. Nach einem Praktikum bei Metallbaumeister Jan Jürgens war ihr klar: Metall ist ihr Werkstoff. "Der Beruf des Metallbauers ist unglaublich vielseitig. Wir fertigen massive Stahlträger ebenso wie filigranen Zierelemente", sagt Naima begeistert. "Ich kann eine Lehre in diesem Beruf nur empfehlen."
Das sich Jugendliche bewusst für eine Lehre entscheiden, ist eher die Ausnahme. Wie Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, berichtet, bleiben im Landkreis insgesamt rund zehn Prozent der Lehrstellen frei. Und nicht nur der fehlende Nachwuchs bereitet den Handwerkern Probleme, auch der Fachkräftemangel macht sich bemerkbar. "Wir brauchen auch Gesellen und Meister", so Baier. "Jetzt ist die Gelegenheit, um im Handwerk durchzustarten."
Michael Jorga, Lehrlingswart der Karosserie- und Fahrzeugbau-Innung, kennt das Problem. "Lehrstellen im Karosserie- und Fahrzeugbau sind momentan schwer zu besetzen, dabei ist der Beruf des Mechatronikers hochinteressant", sagt Jorga, Ausbildungsleiter im Autohaus "Kuhn + Witte". Auch Heizungs- und Lüftungsbauer Frank Harth hat noch einen Ausbildungsplatz als Anlagenmechaniker zu vergeben. "Unser Beruf ist sehr abwechslungsreich, wir arbeiten mit Trinkwasser, Gas und Strom." Er ist überzeugt: "Mit einer Ausbildung im Handwerk stehen einem alle Chancen offen - und die Verdienstmöglichkeiten wachsen stetig! Das Handwerk wird auch in Zukunft gut honoriert werden."
Am Tag des Handwerks, einem bundesweiten Aktionstag, hat sich die Kreishandwerkerschaft bereits zum siebten Mal beteiligt. Betriebe aus der Region und Vertreter der Innungen präsentierten ihr Unternehmen und beantworteten Fragen zu handwerklichen Themen und einer Ausbildung im Handwerk. "Leider war die Nachfrage dieses Jahr nicht so hoch. Dennoch ist es wichtig, dass wir vor Ort sind und Präsenz zeigen", so Andreas Baier.