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"Josthof"-Brandruine in Salzhausen wird endlich abgerissen

In die Ruine kommt Bewegung: Rund drei Wochen soll der Abriss dauern
Grundeigentümer will auf Anwesen unter anderem womöglich wieder Gastronomie betreiben  ce. Salzhausen. Reges Baggertreiben herrscht im Salzhäuser Ortskern auf dem Gelände des Hotels und Restaurants "Josthof", das Ende April 2017 durch ein Großfeuer zerstört wurde (das WOCHENBLATT berichtete). Mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Brand wird seit Montag die Ruine des historischen Fachwerkgebäudes abgetragen. Rund drei Wochen soll der Abriss dauern.
"Die Verhandlungen mit der Versicherung haben bis Dezember vergangenen Jahres gedauert. Dann habe ich mehrere Kostenvoranschläge für den teuren Abriss reingeholt", erklärt Grundstücksbesitzer Jörg Hansen (62), dessen Familie den "Josthof" ab 1976 knapp 40 Jahre lang führte, gegenüber dem WOCHENBLATT.
Bei den Abrissarbeiten ist Obacht geboten, denn das Grundfundament und die Bodenplatte müssen vorerst bestehen bleiben. "Das Anwesen ist rund 1.000 Jahre alt, und die Archäologen vom Harburger Helms-Museum wollen erforschen, ob sich darunter historische Schätze verbergen", so Hansen.
Während der Hotel- und Restaurant-Trakt bei dem Brand nicht mehr zu retten war, kann das zur benachbarten St. Johannis-Kirche gewandte Hofgebäude weiterhin genutzt werden. In welcher Form das Gebäude und das übrige Gelände wieder mit Leben gefüllt werden könnten, darüber führt Jörg Hansen derzeit Gespräche mit verschiedenen interessierten Investoren. Das Fachwerkhaus hinter dem Biergarten sei heute ein "wirtschaftlicher Totalschaden", auch weil im Zuge der Brandbekämpfung im vergangenen Jahr die Gas- und Stromleitungen gekappt werden mussten. "Denkbar wäre, das Haus gründlich zu sanieren und unter Einbeziehung des Biergartens einen Gastronomiebetrieb daraus zu machen", schmiedet der passionierte Gastronom und Hotelier Jörg Hansen vorsichtig Zukunftspläne. "Es wäre schön, wenn das 'Josthof'-Anwesen möglichst schnell das wird, was es viele Jahrzehnte auch war - ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen."