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Keine Chance für Schröder?

Angrenzend an diese Koppel will die Gemeinde wohl den Vollversorger etablieren Fotos: thl (Foto: thl)

Gemeinde holt anderen Supermarkt-Investor ins Boot und drängt auf politische Entscheidung

thl. Stelle. Hat die Gemeinde Stelle etwas gegen Investor Jörg Schröder? Seit mehreren Jahren will der Immobilien-Mogul aus Winsen einen Supermarkt an der Ortseinfahrt Ashausen - von Scharmbeck aus kommend - realisieren, wird jedoch von der Verwaltung immer wieder vertröstet. Und jetzt scheint sein Vorhaben ganz vom Tisch zu sein.
Wie das WOCHENBLATT erfuhr, hat die Verwaltung von sich aus einen weiteren Investor ins Boot geholt. Der Planer für das Vorhaben ist dabei kein Unbekannter in der Gemeinde: es ist der ehemalige Leiter der Stabsstelle Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung, Jörg Ruschmeyer. Das hat ein besonderes Geschmäckle. Und nun soll die Politik angeblich dazu gedrängt werden, im nächsten nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss dem Vorhaben grünes Licht zu geben.
Der Supermarkt soll, so heißt es, auf einem von Bauleitplanerin Tina Hirt auserkorenen Grundstück im Bereich Wassermühle/Büllhorner Weg entstehen, direkt neben einer orsbildprägenden Pferdekoppel. Der Markt soll eine Verkaufsfläche von rund 1.600 Quadratmetern bekommen. Neben dem Vollversorger sollen ein Bäcker und eine Bank in dem Gebäude mit angesiedelt werden. Für die Kunden sollen rund 100 Parkplätze geschaffen werden. Kurios: Noch vor zwei, drei Jahren wurde genau dieser Standort von der Politik vehement abgelehnt. Begründung: Sonst würde die Dorfidylle zerstört werden. Offensichtlich will zumindest die Gemeinde davon aber nichts mehr wissen.
Neu ist die Idee nicht, in dem Gebiet einen Supermarkt zu etablieren. Bei Erschließung des gegenüber liegenden Baugebietes Am Alten Schützenplatz Anfang der 2000er Jahre wurde dort eine Vorrangfläche "Einkaufsmarkt" geschaffen. Da ein solches Vorhaben dort nie zum Tragen kam, baut dort mittlerweile ein örtlicher Arzt ein neues Wohn- und Praxisgebäude.
Und auch die jetzige Idee steht unter keinem guten Stern. Hauptgrund dürfte die verkehrliche Erschließung sein. Der Büllhorner Weg ist nur etwas über fünf Meter breit und wird häufig von Bussen befahren. Fraglich, wie dort der Kunden- und Lieferverkehr noch reibungslos funktionieren soll.
• Die Gemeinde Stelle war mit Hinweis auf die Vertraulichkeit des Verwaltungsausschusses zu keiner Stellungnahme bereit.