Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Tour der Besinnung"

Wolfgang Spaude ist bereits startklar und freut sich auf seine Tour (Foto: privat)

1.200 Kilometer mit dem Fahrrad durch Deutschland

thl. Stelle. "Meine Frau sagt, zieh' das durch, aber nicht, das Du hinterher jammerst", sagt Wolfgang Spaude. Der 75-Jährige, Vize-Bürgermeister der Gemeinde Stelle und Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat, will mit seinem Fahrrad in zehn Tagen rund 1.200 Kilometer von Ashausen nach Oberstdorf (Bayern) fahren. "Es soll eine Fahrt der Besinnung werden", sagt Spaude. "Ich will unterwegs über die Sinnhaftigkeit meiner Jahrzehnte langen ehrenamtlichen Tätigkeiten nachdenken und Ergebnisse erlangen." Spaude ist seit 42 Jahren in der Politik tätig und war über 40 Jahre in vielen Bereichen des Sports aktiv. Daneben hat die Tour für den pensionierten Drogenfahnder aber auch einen anderen ernsten Hintergrund. "Ich hatte in letzter Zeit krankheitsbedingte Probleme. Deswegen soll die Fahrt auch ein Leistungstest sein", erzählt er.
Er habe sich gut auf die Tour vorbereitet, so Spaude weiter. Seit September vergangenen Jahres sei er rund 4.500 Trainingskilometer auf seinem Elektro-Mountainbike gefahren. Ausgerüstet mit 13 Kilogramm Gepäck und einem von einer Hamburger Firma auf seine Tour zugeschnittenen GPS-System geht es am kommenden Sonntag, 29. Juli, los. "Ich starte um 7 Uhr und will pro Tag zwischen 110 und 120 Kilometer schaffen", gibt sich Spaude optimistisch. Die Strecke verläuft zu 75 Prozent auf untergordneten Wegen und Straßen und führt vielfach durch Waldgebiete. Dabei laufen die Hauptstrecken meist an den bekannten deutschen Flüssen Weser, Main, Fulda, Tauber, Donau und Iller entlang. Übernachten will Wolfgang Spaude in Hotels oder Pensionen. "Ich hoffe, ich bekomme auch immer ein Zimmer, so mitten in der Ferienzeit", sagt er. Was er aber weiß: "Ich will jeden Morgen gleich nach Sonnenaufgang starten. Dann habe ich nach fünf bis sechs Stunden noch genug Zeit, mich nachmittags ins Sauerstoffzelt zu legen", scherzt er.
Zurück geht es übrigens mit dem ICE von Sonthofen nach Lüneburg. Und die letzten Kilometer von der Salzstadt nach Ashausen legt Wolfgang Spaude dann wieder mit dem Fahrrad zurück.