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"Aldi und Stelle - das passt nicht"

Werner Tasche (Foto: archiv Grüne)

Für Grünen-Ratsherr Werner Tasche sprechen viele Punkte gegen das Lager

thl. Stelle. "Sicher ist es legitim, wenn Parteien, wie z.B. die CDU und die SPD, die Sommerflaute nutzen, um ihre Sicht zum Thema Aldi darzustellen, auch wenn sie einseitig und fast polemisch daherkommt", sagt Werner Tasche von den Steller Grünen und kritisiert damit unterschwellig die Aussagen der beiden Parteien, dass sich die Gegner des Zentrallagers einem Dialog verschließen würden.
"Nicht alle Gegner der Aldi-Ansiedlung sind lautstarke Querulanten", so Tasche weiter. Es gebe sehr gute Gründe, die Ansiedlung in Stelle abzulehnen. Auch eher allgemeine Sorgen, wie die um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr oder um Lärm und Luftqualität, verdienen Gehör und haben dies bislang nicht ausreichend bekommen."
Ein Logistikzentrum gehöre nicht aufs Dorf, meint Tasche. "Wenn Stelle seinen dörflichen Charakter behalten will - und dafür sprechen wir uns aus - dann passt ein großer Gewerbekomplex nicht in die Landschaft", sagt der Grünen-Ratsherr. Landschaft bedeute für ihn Siedlung, Kleingewerbe, Feld, Wald und Flur in ausgewogener Verteilung sowie Verteidigung und Schutz der letzten Freiflächen gegen Siedlungsdruck. "Stelle sollte nicht das neue Norderstedt werden – ein Vorort, der von der Großstadt nicht mehr zu unterscheiden ist", sagt Tasche.
Ein weiterer Punkt, der für die Grünen gegen die Ansiedlung spreche: Eine Gemeinde dürfe sich nicht von einzelnen Gewerbesteuerzahlern abhängig machen. Hinzu komme die Frage, wer von dem Projekt profitiere? "Bislang ausschließlich die Landwirte, die ihre Flächen günstig verkaufen konnten, vermutlich zu einem Vielfachen des früheren Wertes", meint der Ratsherr.
Darüber hinaus kritisiert Tasche, dass das Projekt von Anfang an nicht transparent gewesen sei. "Man muss eher vermuten, das es unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch Einzelpersonen vorbereitet wurde", so Tasche weiter. "Wir Grünen halten es für möglich, die Bürgerbeteiligung nachzuholen und eine Bürgerbefragung durchzuführen. Das wäre ein echter Dialog, so wie die SPD ihn fordert."