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Landwirte und Politiker beteiligen sich am Blühflächen-Programm des Umweltministeriums

Auf einer Blühfläche (v. li.): Heinrich Wörmer, Andrea Röhrs, Steffen Behr und Rudolf Meyer Foto: Röhrs
ce. Winsen. Heinrich Wörmer, Andrea Röhrs und Rudolf Meyer, allesamt Landwirte der CDU-Fraktion im Winsener Stadtrat, sowie Steffen Behr, CDU-Sprecher im Umweltausschuss, besichtigten jetzt eine von Röhrs angelegte Blühfläche als Lebensraum für Insekten in der Sangenstedter Feldmark. "Wir freuen uns, dass der Rat in seiner jüngsten Sitzung dem CDU-Antrag zum Beitritt der Stadt Winsen zum 'Netzwerk Blühende Landschaften' des Niedersächsischen Umweltministeriums einstimmig zugestimmt hat", so Steffen Behr, Mit-Initiator des Antrages.
"Neben den Kommunen und den privaten Gartenbesitzern leistet auch ein Großteil der Landwirte einen positiven Beitrag zur Schaffung besserer Lebensbedingungen für die Insekten- und Vogelwelt. Dies sollte stärker öffentlich zur Kenntnis genommen werden“, wünschte sich Andrea Röhrs.
Sowohl Heinrich Wörmer aus Pattensen als auch Röhrs haben auf ihren landwirtschaftlichen Flächen insektenfreundliche Blühstreifen von jeweils zehn Hektar angelegt. "Das allein entspricht einer Fläche von 28 Fußballfeldern. Wir haben bei der Anlage von Blühflächen im Landkreis Harburg in den letzten Jahren einen erheblichen Zuwachs zu verzeichnen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, betonte Rudolf Meyer. "Laut Landwirtschaftskammer ist der Blühflächenanteil im Landkreis von 193 Hektar im Jahr 2011 auf 1.104 Hektar in 2018 gestiegen. Dazu kommen rund 1.000 Hektar Ackerbrache".
Die verschiedenen Saatgutmischungen für die Blühflächen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Imkerverbänden entwickelt und können über den örtlichen Landhandel bezogen werden. "Als Hobbyimker freue ich mich besonders über die gute Zusammenarbeit von Imkern und Landwirten. Dies ist ein außerordentlich positives Projekt. Alle Seite profitieren davon", sagte Steffen Behr. "Der Insekten- und Vogelwelt wird durch die spezielle Auswahl der Blühpflanzen eine ganzjährige Nahrungsquelle angeboten, das Landschaftsbild wird aufgewertet, und für die Landwirte ergibt sich durch die attraktive Förderung eine alternative Einkommensquelle zum herkömmlichen Ackerbau.". Auch Andrea Röhrs zeigte sich erfreut: "Besonders positiv hat sich der Rebhuhnbestand entwickelt. Ich würde meinen Blühflächenanteil gern noch ausweiten, aber in den Förderrichtlinien ist eine Höchstgrenze von 10 Hektar pro Betrieb festgelegt." Eine Aufhebung dieser Begrenzung und eine verbesserte Förderung würde der Natur auf alle Fälle zugutekommen, waren sich alle Beteiligten einig.