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"Wer den Dialog will, darf sich nicht verschließen"

Reden Klartext: Heinz-Dieter Adamczak (li.) und Bernd Henke (Foto: SPD)

SPD bezieht Stellung zur ALDI-Ansiedlung und kritisiert Verhalten der Bürgerinitiative

thl. Stelle. Der geplante Neubau eines ALDI-Logistikzentrums am Rande von Stelle erhitzt zurzeit die Gemüter. Informationen zu erhalten und die Möglichkeit Fragen zu diversen Gutachten zu stellen, gab es zuletzt im Juni im Rahmen des Ortsentwicklungsausschusses (das WOCHENBLATT berichtete).
"Es gibt gute Gründe, dieses Bauvorhabens im Sinne der gesamten Gemeinde Stelle kritisch, aber unvoreingenommen zu begleiten", sagt jetzt Bernd Henke, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat. "Es ist allerdings bedauerlich, dass es Teilen der Bürgerinitiative 'L(i)ebenswertes Stelle' nicht um die Suche nach einem gangbaren Weg geht, sondern nur um 'wir wollen keinen ALDI'." "Dieser Ausruf ist auf der Sitzung unter großem Beifall der vielen Zuhörer gefallen. Und wenn BI-Sprecher Sebastian Schaper Dialogbereitschaft auf Seiten der Politik anmahnt, muss das auch für die Bürgerinitiative gelten. Wer Dialog will, darf sich Argumenten nicht verschließen", ergänzt SPD-Gemeinderatsmitglied Heinz-Dieter Adamczak.
Man habe immer betont, dass vor einer Zustimmung der SPD die Fragen der Verkehrsführung (nicht durch Stelle), der Immission von Lärm, Staub und Licht sowie die größtmögliche Integration des Lagers in die Landschaft geklärt sein müsse. "Die Sorgen und Ängste der Bürger wurden und werden von uns durchaus wahrgenommen", betonen die SPD-Politiker.
Die Gutachten zu diesem Bauvorhaben haben nach Meinung von Henke gezeigt, dass die Belastung für die angrenzenden Wohngebiete nicht höher sei als in anderen Wohngebieten auch, bzw. die zulässigen Grenzwert bei weitem nicht erreicht werden. "Außerdem wird 95 Prozent des Lkw-Verkehrs über den Verkehrsknoten Maschen und nicht durch Stelle abgeführt", so der Fraktionschef.
Allerdings sei auch deutlich geworden, dass zur Klärung wichtiger Sachverhalte weitere Gespräche seitens der Gemeinde, so z.B. mit der Unteren Naturschutzbehörde als auch mit Denkmalschutzamt, geführt werden müssten.
Und eines sei Henke außerdem wichtig. Das ALDI-Gelände ist schon lange als Gewerbegebiet ausgewiesen. "Jeder, der in der Nachbarschaft gebaut hat, hat das gewusst oder hätte das wissen müssen. Und wenn ALDI dort nicht baut, wird sich dort anderes Gewerbe ansiedeln", sagt er. "Natürlich sind Gewerbegebiete neben Wohngebieten nie schön, aber wer als Kommunalpolitiker Gewerbeansiedlungen wie ALDI ablehnt, der sollte den Bürgern auch sagen, woher zukünftig das Geld für das Schwimmbad, die Gemeindebücherei, die Sportvereine, Kindertagesstätten und andere sozialen Einrichtungen kommen soll, welches die Gemeinde Jahr für Jahr zahlt."