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"Wir wollen, dass André Wiese nach Hause geht"

Sehen in Susanne Menge eine geeignete Kandidatin (v. li.): Benjamin Qualmann und Norbert Rath (beide SPD) sowie Eike-Christian Harden und Christoph Walter (beide Grüne) (Foto: thl)

SPD und Gruppe Grüne/Linke haben mit Susanne Menge ihre Bürgermeister-Kandidatin präsentiert

thl. Winsen. "Susanne Menge ist für uns und Winsen eine glückliche Fügung. Sie wird aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung in der Kommunal- und Landespolitik sowie ihrer Auslandserfahrungen viele neue Ideen und Impulse in unsere Stadt bringen", sagen Eike-Christian Harden von der Gruppe Grüne/Linke im Winsener Stadtrat und SPD-Fraktionschef Benjamin Qualmann. "Wir sind absolut davon überzeugt, dass wir mit Susanne Menge unsere Stadt in gute Hände geben."
Im Rahmen eines Pressefrühstücks haben die SPD und die Gruppe Grüne/Linke jetzt ihre Kandidatin für die Bürgermeister-Wahl 2019 präsentiert. "Susanne Menge hat sich in getrennten Mitgliederversammlungen vorgestellt und beide überzeugt", so Qualmann.
Die 58-jährige Gymnasiallehrerin wohnt derzeit noch in Oldenburg, hat drei erwachsene Kinder (29 bis 37 Jahre alt) und zwei Enkelkinder (elf und drei Jahre alt). Sie ist seit 1984 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und saß u.a. im Gemeinderat Bad Zwischenahn, im Kreistag Landkreis Ammerland, im Stadtrat von Oldenburg und war von 2013 bis 2017 Mitglied des Niedersächsischen Landtages, dort Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion für Verkehr, Häfen und Schifffahrt.
"Wir wollen, dass André Wiese nach Hause geht - oder zumindest in den Kreistag", begründete Norbert Rath (SPD) das "Bündnis für den Wechsel". Man sei im Dezember 2016 das erste Mal auf Susanne Menge aufmerksam geworden, als sie bei einer Bürgerversammlung zum Thema Modellprojekt Tempo 30 in Pattensen Rede und Antwort stand. Den damals gewonnenen guten Eindruck habe Menge in mehreren Gesprächen zur Kandidatenauswahl und auch in den Mitgliederversammlungen wiederholt. "Ich habe nach dem Anruf der SPD nicht gleich 'Hurra' gerufen, sondern mir die Sache reiflich überlegt und mit meiner Familie sowie mit Freunden besprochen", erzählt die Bürgermeister-Kandidatin.
Drei Themen liegen Menge in Winsen besonders am Herzen: Mobilität und Nahverkehr, bezahlbare Kitas mit Ganztagsbetreuung und bezahlbarer Wohnraum. Was sie anpacke, setze sie auch um. Das habe sie bereits mehrfach - auch im Landtag - bewiesen. "Wir haben das Nahverkehrsgesetz mit umweltfreundlicher Ausrichtung auf den Weg gebracht. Wir haben die Reaktivierung der Y-Trasse im Dialog mit den Bürgern begonnen und innerhalb eines Jahres ein Ergebnis erzielt", erzählt Susanne Menge. Auch das „Modellprojekt Tempo 30“ habe sie mit initiiert. Zudem spricht sie beim Gewerbegebiet Luhdorf von einer Fehlplanung. "Für solche Gebiete ist eine Anbindung an die Schiene wichtig, um die Straßen vom Güterverkehr zu entlasten. Doch von Amazon und Co. sind die Schienen einfach zu weit weg." Dafür habe die Stadt gute Chancen, fahrradfreundliche Kommune zu werden. Das Zertifikat werde nach bestimmten Kriterien auf Zeit vergeben. "Der Ausbau von Rad- und Schnellradwanderwegen und Abstellanlagen für Fahrräder gehört dazu", sagt Menge.
Für Susanne Menge beginnt jetzt eine aufregende Zeit. Dienstags und an den Wochenenden wird sie von Oldenburg nach Winsen pendeln. "Die Stadt kennenlernen und mich bei den Leuten bekannt machen", erklärt sie ihr Ziel. Und wenn sie die Wahl gewinnt, wird sie sofort nach Winsen umziehen.
• Wann die Bürgermeister-Wahl 2019 stattfindet, ist derzeit noch offen. SPD und Grüne haben jetzt beantragt, die Wahl zusammen mit der Europawahl am 25. Mai durchzuführen.

Herbstfest im Schloss

Wer Susanne Menge kennenlernen möchte, hat am kommenden Samstag, 8. September, beim Herbstfest der Winsener SPD Gelegenheit dazu. Das Fest wird ab 18 Uhr im Schloss-Innenhof (bei schlechtem Wetter in der Schlosskapelle) gefeiert. Für Musik sorgt die Band "Leisure Time". Der Eintritt ist frei.

André Wiese lässt sich noch Zeit

Ob Bürgermeister André Wiese (CDU) sich noch einmal zur Wahl stellt, ist weiterhin völlig offen. "Meine Amtszeit läuft noch bis zum 31. Oktober 2019", sagt er. Wenn ein Wahltermin feststehe, werde er sich mit seiner Familie austauschen und danach entscheiden. "Ich werde mich auf jedem Fall rechtzeitig öffentlich erklären", so das Stadtoberhaupt.