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"Aktionstag Übergewicht" im Krankenhaus Winsen: Leicht und gesund durchs Leben gehen

Dr. Jost Hübner berät eine adipöse Patientin (Foto: Krankenhaus Buchholz)
 
"Diese Hose hat mir mal gepasst" - eine glückliche Patioentin nach der Behandlung im Adipositaszentrum Winsen (Foto: Krankenhaus Winsen)
Zu einem Aktionstag Übergewicht lädt das Adipositaszentrum im Krankenhaus Winsen am Samstag, 22. September, von 10 bis 15 Uhr in das Foyer der Klinik ein. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Adipositas-Chirurgie im Krankenhaus Winsen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Probleme mit ihrem Gewicht haben. Vor Ort können Interessenten eine Vielzahl von Möglichkeiten kennenlernen, dauerhaft abzunehmen, um leicht und gesund durchs Leben zu gehen.
Unter anderem präsentieren sich die WeightWatchers, die in Winsen mit einer Ortsgruppe vertreten sind und individuelle Coaching-Pläne ausarbeiten. Mit dabei ist auch das Optifast-Programm, das die Teilnehmer mit kalorienarmen, eiweißreichen Lebensmitteln und Bewegung an einen neuen Lebensstil heranführen möchte. Dass Bewegung eine Schlüsselrolle beim gesunden Abnehmen spielt, ist wissenschaftlich erwiesen. Deshalb stellt sich das Fitness-Center „Fun & Beauty“ aus Winsen vor: Inhaberin Angela Kay hat sich vorgenommen, Übergewichtigen die Angst vor dem Gerätetraining zu nehmen: Im „Beauty“-Bereich ihres Studios trainieren Frauen unter sich. Die Geräte sind so ausgelegt, dass sie von adipösen Kunden problemlos genutzt werden können. Der TSV Winsen wird ebenfalls vor Ort sein und Angebote machen.
Ein optisches Highlight des Aktionstags ist die Fotoausstellung „Schwere(s)los“ der DAK und Johnson & Johnson Medical mit 28 preisgekrönten Fotografien, die von Studierenden und jungen Absolventen des Institute of Design Hamburg, Berlin, Düsseldorf erstellt wurden. Die Bilder zeigen, wie Menschen mit Adipositas leben, wie sie sich fühlen und mit welchen Vorurteilen und Hürden sie im Alltag zu kämpfen haben. Dazu Matthias Herzberg, Chef der DAK-Gesundheit in Harburg: „Adipöse haben in unserer Gesellschaft ein schweres Los. Sie kämpfen gegen Pfunde und Vorurteile.“ Die Ausstellung solle nachdenklich machen und die Sichtweise auf Adipositas verändern, so Herzberg weiter. Schon ab kommendem Montag, 17. September, werden die preisgekrönten Bilder im Foyer des Krankenhauses Winsen zu sehen sein.
Im Mittelpunkt des Aktionstags stehen Fachvorträge, die sich der medizinischen Behandlung von Adipositas widmen. Oberarzt Oliver Döner aus der Inneren Abteilung des Hauses erläutert, welche gesundheitlichen Folgen krankhaftes Übergewicht haben kann. Um Betroffenen zu helfen, wird im Adipositaszentrum Winsen eine multimodale Therapie angeboten. Die Ernährungsberatung ist ein wichtiger Teil dieser Therapie. Das Adipositaszentrum Winsen beschäftigt eine Ernährungsfachkraft und arbeitet mit fünf Ernährungstherapeutinnen zusammen, die Patienten im gesamten Landkreis Harburg und darüber hinaus betreuen. Eine von ihnen ist die Winsener Oecotrophologin Jutta Jambor, die sich und ihre Arbeit in einem Vortrag vorstellt.
Patienten, die bereits länger adipös sind und sich ohne Erfolg mindestens sechs Monate einer ärztlich kontrollierten multimodalen Therapie unterzogen haben, steht die Möglichkeit offen, sich einer bariatrischen Operation zu unterziehen. Dabei wird der Magen verkleinert bzw. ein Magenbypass gelegt. Dr. Jost Hübner, Oberarzt im Adipositaszentrum Winsen, spricht über die verschiedenen Verfahren. Die Adipositas-Chirurgie im Krankenhaus Winsen ist seit zehn Jahren auf solche Eingriffe spezialisiert und seit 2017 – als eines von wenigen Häusern in Norddeutschland – zertifiziertes Kompetenzzentrum. Die Krankenkassen tragen die Kosten für die Operation. Eine intensive Beratung, Vor- und Nachbetreuung sowie Hilfe bei der Antragstellung für den Eingriff sind Teil des Versorgungspakets, das Patienten des Adipositaszentrums Winsen in Anspruch nehmen können.
Eine drastische Gewichtsabnahme bedeutet oft, dass die Körperhülle zu groß wird. Dr. Laura Tomala aus der Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie im Asklepios Klinikum Harburg schildert in ihrem Vortrag die Möglichkeiten, die Körperkonturen wiederherzustellen (u.a. Bauchdeckenstraffung, Oberarm- und Oberschenkelkorrekturen). Als Hilfe empfinden betroffene Patienten in der Adipositas-Behandlung meist den Austausch mit anderen Betroffenen. Deshalb arbeitet das Adipositaszentrum Winsen mit zwei Selbsthilfegruppen zusammen, die beim Aktionstag für Gespräche bereit stehen.
„Wir laden zu unserer Informations-Veranstaltung am Samstag ausdrücklich auch diejenigen ein, die für eine Operation zu leicht sind oder sich (noch) nicht vorstellen können, sich operieren zu lassen“, erläutert Dr. Jost Hübner. Ihm ist es wichtig, folgende Botschaft an die Besucher zu vermitteln: „Niemand ist allein mit seinem Gewichtsproblem. Es gibt immer einen Weg zur schlankeren Figur und zu mehr Gesundheit.“

Das Programm:
10.15 Uhr: Begrüßung durch Chefarzt Dr. Holger Meisel 10.30 Uhr: „Das Übergewicht aus Sicht eines Internisten“ – Oliver Dörner, Oberarzt der Inneren Abt. 11 Uhr: „Ernährungsberatung im Zusammenhang mit Adipositas-Operationen“ – Jutta Jambor, Oecotrophologin 11:30 Uhr: Vorstellung des Optifast-Programms – Krankenhaus Groß Sand, HH-Wilhelmsburg 12 Uhr: Pause 13 Uhr: „Adipositas-Chirurgie: Welche Operationsverfahren gibt es und was können Sie erwarten?“ – Dr. Jost Hübner, Oberarzt im Adipositaszentrum Winsen 13:30 Uhr: „Plastische Operationen nach einer Gewichtsabnahme: Was geht?“ – Dr. Laura Tomala, Asklepios Klinikum Harburg, Abt. für Plastische und Wiederherstellungschirurgie