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Familiendrama "Gespenster" mit Anja Kruse wird in Winsen aufgeführt

Wann? 25.04.2018 20:00 Uhr

Wo? Stadthalle, Luhdorfer Straße 29, 21423 Winsen (Luhe) DE
Die in "Gespenster" mitwirkenden Schauspieler: Anja Kruse (vorn) sowie (hi., v. li.) Michael N. Kühl, Ralf Komorr, Sarah Maria Besgen und Sebastian Sash (Foto: Andreas Bassimir)
Winsen (Luhe): Stadthalle | ce. Winsen. Schonungslose Kritik an Ehe, Kirche und Inzest übt das bekannte Familiendrama "Gespenster" von Henrik Ibsen, das am Mittwoch, 25. April, um 20 Uhr in der Winsener Stadthalle (Luhdorfer Straße 29) aufgeführt wird. Unter der Regie von Peter M. Preissler sind auf der Bühne die beliebten Schauspieler Anja Kruse, Michael N. Kühl, Sarah Maria Besgen, Ralf Komorr und Sebastian Sash zu erleben. Veranstalter ist der Kulturverein Winsen.
Auf Helene Alvings Gut spukt es. Doch handelt es sich um sehr weltliche Gespenster, die dort umgehen: Wiedergänger (Ibsens Originaltitel lautet "Gengangere") aus einer verdrängten Vergangenheit, die im Handlungsverlauf allmählich ans Licht treten. Die eigentliche Hauptperson, Patriarch Alving, ist zu Stückbeginn längst tot. Das dunkle Erbe des Kammerherrn aber enthüllt sich erst jetzt. Ihren Sohn Osvald hat Alvings Frau schon als Kind aus dem Haus gegeben, damit er die Ehrfurcht vor seinem Vater nicht verliert und mit der Lüge aufwächst, sein Vater sei ein Ehrenmann. Das Kind der Dienstmagd, das diese von Helenes Mann bekommt, zieht sie auf, lügt die Schmach tot und kauft dem Kind einen falschen Vater.
Jahre später soll dem Patriarchen Alving ein Denkmal gesetzt werden, und der inzwischen erwachsende Sohn Osvald kehrt aus Paris, wo er als Maler lebt und arbeitet, heim. Helene Alving ist hin- und hergerissen zwischen der eigenen Sehnsucht nach Wahrheit und Freiheit und den von ihr fälschlicherweise in die Welt gesetzten Illusionen ihres Sohnes. Sie beginnt, Position zu beziehen gegen die bürgerliche Gesellschaftsordnung, ihre Konventionen, Pflicht- und Eheauffassungen - eben gegen ihre "Gespenster“. Sie kämpft auch gegen den Moralprediger. An der Seite des Sohnes geht Helene Alving sogar so weit, dass sie vor dem Tabu einer Ehe Oswalds mit seiner Halbschwester nicht zurückscheut. Sie ist nun auf der Seite der "Lebensfreude“. Das Lügen hat ein Ende. Doch dann taucht der falsche Vater auf und nimmt das verkommene Dienstmagd-Kind mit in die Matrosenkneipe. Oswald erkrankt an Syphilis und wird vollends schwachsinnig. Die Lebensfreude führt zur Lebenszerstörung...