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Film "Grenzverletzungen" wird in Salzhausen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen gezeigt

Gleichstellungsbeauftragte Astrid Warburg- Manthey (Foto: Samtgemeinde Salzhausen)
ce. Salzhausen. "Grenzverletzungen" heißt der Film, den Astrid Warburg-Manthey, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Salzhausen, im Rahmen der 16-Tage-Kampagne zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Salzhausen zeigt.
Der Film befasst sich mit sexuellen Grenzverletzungen bei und von Menschen mit Behinderungen. "Sexuelle Grenzverletzungen an sich sind immer noch ein tabuisiertes Thema, doch wenn es sich um Menschen mit Behinderungen handelt, ist das Schweigen umso größer. Diese sind oft in ihrem Alltag darauf angewiesen, dass sie Unterstützung von anderen erhalten", so Astrid Warburg-Manthey. Manchmal gebe es Situationen, die grenzwertig sind, wo sich die helfende Person nicht sicher ist, wie sie ein Verhalten einschätzen soll, weil das Verhalten desjenigen, dem geholfen wird, die eigene Intimsphäre verletzt. Es komme aber auch vor, dass Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, selbst Übergriffe erleiden müssen.
Auch in der Altenpflege erleben Pflegerinnen laut Warburg-Manthey die Situation, dass demente ältere Menschen ihnen sexuell anzügliche Offerten machen. Oft wissen sie dann nicht, wie sie damit umgehen sollen. Genauso geht es aber auch den Leitungen der Einrichtungen, da das Verhalten der Bewohner auf deren Behinderung zurückzuführen ist.
Der Film soll einen Anfang machen, sich mit dem bisherigen Tabu auseinanderzusetzen und sich über Präventions- und Interventionskonzepte zu informieren. Nach dem Film besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Mo., 26.11., 15 Uhr, in der Dörpschün, Am Lindenberg 5, in Salzhausen.