Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Die Innungen bleiben dabei selbstständig"

Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Landkreis Harburg (Foto: as)

Kreishandwerkerschaft Harburg plant Fusion mit den Stader Kollegen / Entscheidung in 2019

(thl). "Die Mitgliederzahlen in den Innungen sind rückläufig, wir wollen aber unsere Leistungen aufrecht erhalten. Deswegen müssen wir versuchen, neue Wege zu gehen", sagt Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Landkreis Harburg.
Dieser neue Weg ist die Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Stade. "Es gab im Vorwege mehrere Gespräche mit meinem Kollegen Detlef Böckmann und den Obermeistern aus Stade", so Baier weiter. Dort habe es klare Signale für eine Fusion gegeben. Allerdings gibt es dort nicht so einen Vorstoß wie im Landkreis Harburg, da im Stader Bereich längst noch nicht alle Innungen informiert sind. "Das soll in den kommenden Monaten erfolgen", sagt Böckmann. Unterdessen stellt Baier die Pläne auf den Innungsversammlungen im Landkreis Harburg vor. "Auch hier ist das Echo durchweg positiv. Allerdings wollen einige Innungen noch einmal darüber sprechen."
Der Obermeister der Dachdecker-Innung des Kreises Harburg befürwortet eine Fusion. "Ich fände das super", sagte Marcus Marquardt bei der Herbst-Innungsversammlung. Zwei starke, gleichberechtigte Kreishanderwerkerschaften würden zusammengehen.
Wichtig sei, dass die Innungen selbstständig bleiben, betont Andreas Baier. Sie müssten nicht miteinander fusionieren, könnten es aber. "Da es aber immer schwieriger wird, die Ehrenämter in den Innungen zu besetzen, wäre der Zusammenschluss ein guter Weg", sagt Andreas Baier. Die Bäcker-Innung habe es bereits vorgemacht und sich zuerst mit der Lüneburger und anschließend mit der aus dem Landkreis Stade zusammengeschlossen. Eine weitere Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Lüneburg sei aber kein Thema, sagt Baier.
Für die Innungen vor Ort wird sich nichts ändern. "Wir werden bestimmte Leistungen an einem Standort bündeln, aber sowohl die Geschäftsstelle in Stade als auch in Winsen bleiben erhalten", so Baier weiter. Auch in der Geschäftsführung würde sich nichts ändern. Man müsse nur vereinbaren, wer von den beiden - Baier oder Böckmann - nach Außen hin als Sprecher auftritt. Die Kreishandwerksmeister würden alle fünf Jahre wechseln, mal aus dem Landkreis Harburg und dann wieder aus dem Landkreis Stade kommen.
Baier hofft, dass die Innungen ihre Meinungsbildung im April abgeschlossen haben. Anschließend werde die Obermeisterversammlung ein bindendes Votum abgeben.