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Freude in Oersdorf und Ottendorf: Land bewilligt Fördermittel für Radweg-Bau

An der Straße zwischen Oersdorf und Ottendorf soll ein Radweg entstehen
jd. Ottendorf/Oersdorf. Die Bürger in Oersdorf und Ottendorf dürfen jubeln: Ihre beiden Dörfer werden wohl noch in diesem Jahr mit einem Radweg verbunden. Derzeit müssen Schüler auf der rund zwei Kilometer langen Strecke, die auch von etlichen Berufspendlern befahren wird, die Fahrbahn nutzen. Viele Eltern sind in Sorge, weil ihre Kinder immer häufiger von gefährlichen Situationen berichten: Oftmals sind die Autos mit weit überhöhtem Tempo unterwegs.

Der Ahlerstedter Bürgermeister Uwe Arndt (FWG), der sich seit Jahren gemeinsam mit den Dorfbewohnern für den Radwege-Bau stark macht, wundert sich allerdings, warum ausgerechnet die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Tiemann die Nachricht über die Medien verbreitete, dass die Landesregierung die Fördermittel für den Radweg bewilligt: "Frau Tiemann war in die ganze Sache nie involviert."

Auch Kreis-Baudezernent Hans-Hermann Bode staunt ein wenig: "Der Landkreis als Bauherr hat noch keinen offiziellen Bescheid erhalten." Als das WOCHENBLATT ihn kontaktierte, wusste er nichts von Tiemanns Pressemitteilung. Bode machte aber gleich einen Fehler in Tiemanns Verlautbarung aus. "Es handelt sich nicht um die K44, sondern um die K55."

Nach Angaben von Bode werden in die Baumaßnahme 525.000 Euro investiert. Die beim Land beantragten Fördermittel, die jetzt laut Tiemann bereitgestellt werden, belaufen sich auf 315.000 Euro. Das sind 60 Prozent der Kosten. Den Rest trägt nicht der Landkreis, auch wenn er Träger des Bauvorhabens ist: "Wir haben mit der Gemeinde Ahlerstedt vertraglich vereinbart, dass diese die übrigen Kosten übernimmt", sagt Bode. Der Landkreis finanziere neue Radwege nur noch in Ausnahmefällen. Stattdessen werde das Geld in die Sanierung bestehender Strecken gesteckt.

Laut Arndt sollte sich Tiemann verstärkt um die Landesstraßen im Kreis Stade kümmern: "Die dortigen Radwege befinden sich meist im katastrophalen Zustand. Sich für deren Sanierung einzusetzen, wäre doch eine tolle Aufgabe für eine Landespolitikerin."