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Leader-Förderung: Kritik an intransparenten Entscheidungen in Hannover

Bis heute weiß niemand, woran die Leader-Bewerbung gescheitert ist
(jd). Wie oft ärgern sich Bürger über Behördenwillkür: Nicht selten sind Entscheidungen in den Amtsstuben kaum nachvollziehbar. Doch nicht nur Otto Normalverbraucher ist das Gebaren von Ämtern und Verwaltungen ein Dorn im Auge: Auch in den Rathäusern wundert man sich, wie manchmal die Dinge in übergeordneten Stellen wie etwa einem Ministerium laufen. Ein Beispiel: Die Region Altes Land - Horneburg ist in der zweiten Auflage des Förderprogramms Leader wider Erwarten leer ausgegangen - wie zweite weitere Regionen in Niedersachsen. 61 Bewerber waren hingegen erfolgreich. Die Entscheidung fiel im April. Doch eine Rückmeldung aus Hannover gibt es noch immer nicht. Die Bürgermeister vor Ort sind sauer: Sie würden gern wissen, warum die Bewerbung abgelehnt wurde, bekommen aber trotz Nachhakens keine Antwort.

"Das ist eine sehr unbefriedigende Geschichte", kritisiert Jorks Bürgermeister Gerd Hubert: "Wir haben sehr viel Arbeit ins Leader-Konzept gesteckt und erwarten daher ein Feedback von den Verantwortlichen im Landwirtschaftsministerium." Doch trotz wiederholter Nachfrage sei nichts gekommen. "Sogar über die politische Schiene haben wir es versucht", sagt Horneburgs Rathauschef Matthias Herwede: Doch selbst auf diesem Wege sei die Anfrage im Sande verlaufen. Dabei hatte die Beauftragte der Landesregierung für die Region Lüneburg, Jutta Schieke, am Anfang des Auswahlverfahrens noch erklärt, dass die zuständige Leader-Fachjury ihre Entscheidung begründen müsse. So sei "ein transparentes, objektives Ergebnis" gewährleistet. Eine Aussage, über die man in den Rathäusern beiderseits der Lühe nur ungläubig den Kopf schüttelt.

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