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Filmmuseum Bendestorf: Der Leuchtturm beginnt zu strahlen

Stellten das Projekt vor (v. li.): Bürgermeister Hans-Peter Brink sowie die Experten Harald Geißler und Uvo Bittner
mum. Bendestorf. "Entsteht im kleinen Bendestorf ein Leuchtturm-Projekt für den gesamten Landkreis Harburg?" fragte das WOCHENBLATT vor zwei Wochen. Die Chancen dazu stehen gut, denn während einer Einwohnerversammlung sprach sich der größte Teil der Besucher für das ehrgeizige Projekt in Bendestorf aus. Im Gespräch ist der Umzug des Filmmuseums auf das ehemalige Studio-Areal. Auf einer fast 350 Quadratmeter großen Ausstellungs- und Eventfläche könnten bald Cineasten aus aller Welt die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Films erleben.
Der erste Schritt ist bereits gemacht: Private Spender haben den Kauf der 1948 errichteten Halle A 1 für eine sechsstellige Summe ermöglicht. "Die Zusagen liegen vor", so Bendestorfs Bürgermeister Hans-Peter Brink während der Versammlung im "Makens Huus". Der Verein Freundeskreis Filmmuseum Bendestorf soll die Trägerschaft übernehmen. Damit sei gewährleistet, dass der Gemeinde keine Kosten entstehen.
Wie das Filmmuseum aussehen könnte, darüber hatte sich das Tourismusbüro BTE gemeinsam mit den BN Architekten und Stadtplanern Gedanken gemacht. Ihre Vertreter Harald Geißler und Uvo Bittner präsentierten eine Machbarkeitsstudie, die übrigens auch Sponsoren bezahlten. Das Konzept sieht unter anderem eine Dauer-Ausstellung vor, die an die Bendestorfer Filmgeschichte erinnert. Die Besucher sehen alte Kameras, Scheinwerfer, Schneidetische, Plakate, Fotos, Original-Drehbücher und Autogrammkarten. Ein weiterer Raum ist für Sonderausstellungen und Veranstaltungen wie Vorträge und Konzerte reserviert. Zudem ist ein Forum angedacht. Dort sollen Jugendliche und Erwachsene selbst tätig werden. Kurse für Nachwuchsfilmer oder auch Filmwettbewerbe seien denkbar.
Die Experten halten eine Besucherzahl von 20.000 im Jahr für realistisch, wenn das Museum durchgängig geöffnet ist und ein hoher Aufwand in das Marketing investiert wird. Wären die Öffnungszeiten beschränkt und der Marketingaufwand gering, sei mit 5.000 Besucher zu rechnen - eine Zahl, mit der auch Filmmuseums-Chef Walfried Malleskat rechnet. Vorstellbar sei auch eine Kooperation mit dem Kiekeberg-Museum. Das Konzept überzeugte die Einwohner. Burkhardt Pauluhn (CDU) wünschte dem Förderverein Erfolg. Allerdings unterstrich er seine Forderung, dass die Gemeindekasse nicht mehr belastet wird als es jetzt der Fall sei. "Die CDU wird auf die Einhaltung der vielen Versprechen bestehen", so Pauluhn.
Wie geht es weiter: Die Politik muss einer Nutzungsänderung auf dem Studio-Areal zustimmen. Zwar reiche dazu die Mehrheit aus BWG, Grünen und SPD. Doch Brink hofft, auch bei dieser wichtigen Entscheidung die Opposition mit ins Boot zu holen. Und dann ist der Förderverein gefordert, Spenden für die Umsetzung der Pläne einzusammeln.
• Wer das Projekt unterstützen möchte, wendet sich an Hans-Peter Brink (0 41 83 - 73 70) oder Walfried Malleskat (0 41 83 - 5 09 13 67). Für nur 35 Euro im Jahr ist man bereits Fördervereins-Mitglied.


Ein Leuchtturm für den Landkreis