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Die Grünen fordern: "Rettet die Halle A1! in Bendestorf"

Die Skizze zeigt einen Entwurf, wie das Filmstudio-Areal bebaut werden könnte. Bislang sollte das Museum im mittleren Gebäude eingerichtet werden. Nun ist auch eine Unterbringung im linken länglichen Komplex möglich (Foto: oh)

Die Grünen in Bendestorf greifen zum letzten Strohhalm, um die traditionsreiche Halle A1 auf dem ehemaligen Filmstudio-Areal zu retten. „Nachdem sich im Gemeinderat eine Mehrheit gegen den Erhalt der Halle A1 abzeichnet, sehen wir in der bevorstehenden Einwohnerversammlung die letzte Chance“, so Fraktionsvorsitzender Gunnar Herr. Am Dienstag, 4. Februar, findet ab 20 Uhr im „Makens-Huus“ (Poststraße 4) eine Versammlung statt. Sie steht unter der Überschrift: „Was passiert mit der Halle A1?“.

mum. Bendestorf. Gunnar Herr ist sich sicher: „Der Gemeinderat wird die Halle A1 während seiner Sitzung am 25. März endgültig zum Abriss freigeben.“ Als Hauptargument werde dabei angeführt, dass die Bendestorfer kein Interesse an einem Engagement der Gemeinde hätten. „Die Bürger wurden bisher aber gar nicht gefragt“, so Herr. „Die Grünen waren von Anfang an der Meinung, dass wir in einer für die Gemeinde so wichtigen Entscheidung die Öffentlichkeit direkt beteiligen sollten.“ Daher plädieren sie für eine Bürgerbefragung. „Das war aber nicht mehrheitsfähig“, so der Fraktionsvorsitzende. Die Bürgerversammlung stelle daher die letzte Gelegenheit dar, sich in die Entscheidung einzumischen. „Wir sehen in der Halle A1 ein kultur- und baugeschichtliches Denkmal, das es lohnt, für Bendestorf zu erhalten“, so Herr.
• Unterstützung erhalten die Grünen aus der Samtgemeinde. Der Rat diskutierte am Donnerstag die Idee, dass die Samtgemeinde die Halle A1 kauft. Darüber sollen jetzt Gespräche mit der Gemeinde Bendestorf geführt werden.
• Ursprünglich verfolgte man in Bendestorf die Idee, in der Halle A1 ein großes Film-Museum einzurichten. Im Gespräch war eine fast 350 Quadratmeter große Ausstellungs- und Eventfläche (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Nachdem aber Volker Heintzen, Inhaber des Vox-Klangstudios, den Mietvertrag für seinen etwa 300 Quadratmeter großen Gebäudekomplex gekündigt hat, wurde über die Möglichkeit diskutiert, dass das geplante neue Museum nicht mehr in der Halle A1 entsteht, sondern im angrenzenden Tonstudio. Auf dem ehemaligen Studio-Areal sollen 30 Wohneinheiten entstehen. Bürgermeister Hans-Peter Brink: „Durch den Abriss der Halle würde das gesamte Areal deutlich attraktiver werden.“