Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Facelifting für den Fähr-Hafen

Vor dem Bau des neuen Bootsanlegers muss die morsche Spundwand erneuert werden. Die Kostenfrage ist noch nicht geklärt (Foto: tp)

Dank "Leader"-Förderung: Touristische Aufwertung des Anlegers an der Oste in Gräpel rückt näher

tp. Gräpel. Ein bedeutendes Fremdenverkehrsvorhaben in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten könnte bald in die Tat umgesetzt werden. Nachdem das Land kürzlich 2,4 Millionen Euro Zuschüsse aus dem "Leader"-Fonds der EU für die Förderregion Kehdingen-Oste freigab (das WOCHENBLATT berichtete), rückt die Modernisierung des Boots- und Fähranlegers im Oste-Dörfchen Gräpel in greifbare Nähe.

„Als Vorsitzender der lokalen Aktionsgruppe Kehdingen-Oste freue mich sehr über die Auswahl unserer Bewerbung für die Förderperiode bis 2020. Es ist eine große Chance zur Entwicklung unserer Region", sagt der Chef der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, Holger Falcke. Er hofft nun auf eine "zeitnahe Realisierung" der Pläne für den Gräpeler Hafen.

Vorgesehen ist die Ebnung des steilen Gefälles zwischen dem Gasthof "Plates Osteblick" und dem Flussufer. Ein neues Pflaster statt des Schotterbelages, eine neue Beleuchtung des Geländes, Sanitäranlagen für den Wohnmobilstellplatz und nicht zuletzt ein Anleger mit einem Steg für Sportboote und das Ausflugsschiff "Mocambo" gehören ebenfalls zum Konzept.

Von den derzeit auf 400.000 Euro geschätzten Gesamtkosten sollen ca. 200.000 aus "Leader"-Mitteln bestritten werden, mit je 100.000 Euro sollen sich die Kommune und die Metropolregion Hamburg-Niedersachsen an dem maritimen Projekt beteiligen. Die Anträge müssen erst noch gestellt werden, sodass der Zeitrahmen bislang offen ist.
Der Bau des neuen Boots- und Fähranlegers steht und fällt mit der dringend nötigen Sanierung der maroden Spundwand am Gräpeler Oste-Ufer, deren Kosten Falcke auf etwa 500.000 bis 1,2 Millionen Euro beziffert. Da nach alten Verträgen die Gemeinde Estorf für die Instandhaltung der Kaimauer zuständig sei, so Falcke, sehe er kaum Möglichkeiten auf Bezuschussung aus dem "Leader"-Fonds. Gemeinsam mit dem Estorfer Bürgermeister Hans-Werner Hinck will Holger Falcke in Kürze alternative Finanzierungswege ausloten. Fest steht: Alleine kann die kleine Gemeinde Estorf die finanzielle Last nicht schultern.