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"Ich gehe ängstlich durch die Straßen"

Tatort Klosterpark in Stade

Azubi im Park in Stade mit Messer überfallen

tp. Stade. „Ich sehe Fremde plötzlich als Bedrohung“, sagt Nino S.* (23) aus Hollern-Twielenfleth im Alten Land, nachdem ihn eine Gruppe Unbekannter kürzlich wochentags in Stade beraubte.

Der Fleischer-Azubi war nach Feierabend zu Fuß von seiner Arbeitsstelle in der Altstadt in Richtung Bushaltestelle unterwegs, als sich ihm einer der fünf jungen Männer (alle etwa Anfang 20) anschloss und ein Gespräch eröffnete. Der zunächst freundliche Ton kippte im Schutz der Büsche und Mauern des Johannis-Klosterparks ins Gegenteil: „Wie viel Bargeld hast du dabei?“, habe der Fremde gezischt, berichtet Nino. „Ich sagte, das gehe ihn gar nichts an.“ Daraufhin habe der Täter ein Messer gezogen, so Nino S. „Ich gab ihm alles, was ich dabei hatte - knapp 50 Euro.“ Als sich Passanten näherten, türmte der Räuber mit seinen vier Komplizen, die sich während der Tat im Hintergrund aufhielten.

Nino S. erstattete noch am selben Abend Anzeige bei der Stader Polizei. „Ich habe allerdings keine große Hoffnung, dass die Täter geschnappt werden“, sagt Nino S. Er habe in den vergangenen Jahren zwar eine steigende Präsenz der Polizei in der Öffentlichkeit beobachtet, sein subjektives Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum habe sich dadurch jedoch nicht erhöht: „Ich gehe ängstlich und sehr aufmerksam durch die Straßen.“

*Name von der Redaktion gekürzt