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Sexueller Missbrauch: Ex-Jugendtrainer muss in den Knast

Das Urteil des Landgerichts Stade hatte auch vor dem Oberlandesgericht Bestand (Foto: archiv)
tk. Stade. Auf einen ehemaligen Jugendtrainer des VfL Stade wartet jetzt der Knast: Zwei Jahre und vier Monate muss der Mannins Gefängnis. Er hat nach Überzeugung von inzwischen drei Gerichten mehrere Mädchen im Alter zwischen acht und elf Jahren sexuell missbraucht.

Strafverteidiger Lorenz Hünemeyer, der eines der Opfer vertritt, teilt mit, dass die Revision vom Oberlandesgericht (OLG) Lüneburg jetzt abgeschmettert wurde.

Der Ex-Trainer hatte als Verteidiger vor dem Landgericht Stade den Staranwalt Johann Schwenn an seiner Seite. Auch die Hilfe des prominenten Juristen hat ihm nicht geholfen. Laut Hünnemeyer hätte die Nebenklage einer zur Bewährung ausgesetzten Strafe zugestimmt. Voraussetzung: ein Geständnis des Angeklagten.

Das Amtsgericht Stade hatte es als erste Instanz bereits als erwiesen angesehen, dass der 38-Jährige im Jahr 2011 vier Mädchen unsittlich berührte. Mit einem Opfer war er demnach im Anschluss an ein Fußballtraining in einem Geräteschuppen. Dort forderte der Mann das Mädchen auf, sich auszuziehen und streichelte sie und auch sich selbst.

Gegenüber zwei weiteren Mädchen soll der Ex-Trainer sich als Arzt ausgegeben haben, um sie in einem Massageraum auf dem Gelände des VfL Stade "untersuchen und abtasten" zu können. Die Mädchen mussten sich dafür ausziehen.
In einem vierten Fall soll der Beschuldigte einem Mädchen während des Turnunterrichts vor den Augen ihrer Freundin die Hose und die Unterhose heruntergezogen haben.

Sowohl das Amtsgericht Stade als auch das Landgericht und nun auch das OLG sind von der Schuld des Mannes überzeugt und sehen keine Rechtsfehler in dem Urteil.