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Haben Pferde den "besseren Schiss"?

Rainer Venohr nimmt zum Gassi-Gehen mit Hündchen "Molto" stets einen Kot-Beutel mit (Foto: Venohr privat)

Hundehalter fordern Reiter auf, Pferdeäpfel von Straßen und Wegen zu beseitigen

tp. Hagenah. Sind Pferdehalter gegenüber Hundebesitzern privilegiert? Diesen Eindruck haben die Eheleute Rainer (59) und Rosemarie Venohr (57) aus dem Geest-Dorf Hagenah bei Stade. Die Halter eines kleinen West-Highland-Terriers (7) machen dies an der unterschiedlichen Reaktion auf Kothaufen von Pferd und Hund im öffentlichen Raum fest.

Nach den Beobachtungen des Paares stehen Hundehalter unter andauernder Kritik und Beobachtung und werden von den Kommunen zur Beseitigung der Tretminen ihrer Vierbeiner ermahnt, während Reiter sich kaum darum kümmern, die Pferdeäpfel beiseite zu schaffen.

Rainer und Rosemarie Venohr beteuern, zum Gassigehen mit Hündchen Molto (7) stets eine Tüte mitzunehmen, um die Häufchen des kleinen Rüden einzusammeln und in den bereitgestellten öffentlichen Kot-Behälter zu entsorgen. Trotz des gewissenhaften Verhaltens würden sie häufig aus offenbar irrationalen Gründen von Hundehassern angefeindet. Einmal sei sie beim Spaziergang mit "Molto" von einem Gartenbesitzer ohne erkennbaren Anlass mit einer Mistforke bedroht worden, berichtet Rosemarie Venohr.

Anders verhielten sich die Bewohner des Dorfes gegenüber den Reitern, die laut Rainer Venohr "Pferdeäpfel einfach liegen lassen". Zuletzt ärgerte er sich über einen Haufen Pferdedreck auf einer Hofauffahrt direkt neben einer Schulbus-Haltestelle. Rainer Venohr ist aufgebracht: "Dies ist kein Kavaliersdelikt!"
Seine Ehefrau Rosemarie fordert "gleiches Recht und gleiche Pflichten für alle". Ihre Vorschläge: Auch Reiter sollten Müllsäcke für Pferdeäpfel mit sich führen und künftig Pferdesteuern berappen.