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Oste-Ufer in Gräpel wird saniert

Die Uferbefestigung ist bereits seit Jahren morsch

350.000 Euro teure Baumaßnahme als Start der touristischen Aufwertung des Fähr-Hafens

tp. Gräpel. In die politisch gewollte touristische Aufwertung des Fähr-Anlegers an der Oste in Gräpel (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) kommt Bewegung: Der zuständige Deichverband Kehdingen-Oste beginnt in Kürze mit der Erneuerung der maroden Uferbefestigung.

Im Zuge der aus Mitteln des Küstenschutzes bezuschussten, rund 350.000 Euro teuren Sanierung der Hafenanlage wird eine neue Spundwand in gut einem Meter Entfernung von der alten Kaimauer aus Holz gerammt. Der Zwischenraum wird zur Stabilisierung mit einem Steingemisch aufgefüllt.

Nach der Ufer-Instandsetzung soll auf Wunsch der Gemeinde Estorf der Fährplatz neu gestaltet werden. Es gibt zahlreiche Ideen, die von einer öffentlichen Seeterrasse mit Oste-Blick über einen Sportboot-Steg bis zur Wohnmobil-Servicestation reicht.
Bei einem Bürger-Workshop mit rund drei Dutzend Teilnehmern in Plate's Gasthof, der direkt an der Fähre liegt, präsentierte das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro "Galla und Partner" aus Horneburg kürzlich erste grobe Skizzen.

Bürgermeister Hans-Werner Hinck ruft Freiwillige auf, sich mit Ideen an dem Projekt zu beteiligen: Die Bürger haben u.a. Mitspracherecht bei der Oberflächengestaltung, der Weg-Führung, der Beleuchtung und beim Konzept einer Schiffer-Ausstellung zur Historie des Gräpeler Hafens. Er soll Europas größter Hafen zum Umschlag von Stackbusch, einem natürlichen Material zur Uferbefestigung - gewesen sein. Auch sollen dort Ziegel umgeschlagen worden sein. Zudem gab es in Gräpel zwei Bootswerften.

Bei der Samtgemeinde Oldendorf werden die Kosten für das Fremdenverkehrsprojekt (ohne die neue Spundwand) „Hafenanlage in Gräpel“ auf bis zu 800.000 Euro extra geschätzt. Etwa die Hälfte könnte mit Mitteln des "Leader"-Fördertopfes der EU für den ländlichen Raum bezuschusst werden. Eine weitere Finanzspritze über 200.000 Euro erhofft sich die Samtgemeinde, die selbst 100.000 Euro beisteuern will, aus dem Förderfonds Hamburg-Niedersachsen. Die Gemeinde will sich mit 100.000 Euro beteiligen.

Bürgermeister Hans-Werner Hinck hofft auf einen Start der Bauarbeiten bereits im kommenden Jahr. Ideen nimmt er unter Tel. 04140 - 323 (Gemeindebüro Estorf) entgegen.