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Feuerwehr auf Radtour gegen Rechts

Die Initiatoren Dominik Dölling, Werner Paßlack und Rolf Brandt (v.li.) präsentieren das Fahrrad und den Info-Anhänger. Das Gespann wird demnächst in ganz Niedersachsen unterwegs sein (Foto: Brandt)
jd. Stade.

Ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit: Jugendwehren aus dem Kreis beteiligen sich am Aktionstag.

Ein Zeichen gegen rechtsextreme Gesinnung und braunes Gedankengut wollen die Jugendfeuerwehren im Landkreis Stade setzen. Sie beteiligen sich an der Aktion "Löschangriff gegen Rechts" des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes. Der Stader Brandschützer-Nachwuchs bringt sich mit einer besonderen Idee ein: Auf einer Fahrrad-Stafette soll es quer durchs Land gehen. "1000 Kilometer gegen Rechts" lautet das Motto der Radtour. Ziel ist es, auf die Gefahren für die Gesellschaft aufmerksam zu machen, die von Neonazis ausgehen. "Es wird Zeit , dass die Mehrheit der Bürger Flagge zeigt gegenüber einer kleinen, radikalen Minderheit", sagt Kreis-Jugendfeuerwehrwart Jürgen Froböse.
Die Idee, sich mit Radeln gegen Rechts in die landesweite Kampagne einzubringen, kam vom Referententeam für Jugendlehrgänge im Kreis Stade. Initiatoren sind der Stader Rolf Brandt sowie Dominik Dölling und Werner Paßlack aus Lühe. "Wir haben das Projekt innerhalb einer Woche auf die Beine gestellt", berichtet Brandt. Für die 1.000-Kilometer-Aktion wurde eigens ein Fahrrad angefertigt, an das ein Info-Anhänger gehängt wird. Geplant ist, dass dieses "Drahtesel-Gespann" zwischen den örtlichen Jugendwehr-Gruppen unterwegs ist.
Wahrscheinlich wird es bereits in der kommenden Woche losgehen. Dann sollen mit dem Aktions-Fahrrad möglichst alle 33 Jugendwehren im Landkreis angesteuert werden. Der offizielle Startschuss fällt am 2. Juni beim Radler- und Skatertag in Borstel. Danach geht es zunächst über Jork und Buxtehude nach Harsefeld und schließlich quer durch Niedersachsen. Die Etappen sind so gelegt, dass das Info-Gespann jeden Abend von einer neuen Gruppe übernommen wird. Ziel dieser Rundfahrt sei der Landesfeuerwehr-Aktionstag "Spielend gegen Rechts" am 17. August in Thedinghausen, so Brandt. "Dann werden wir insgesamt 1.000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt haben", erklärt der Feuerwehrmann.
Vorgesehen ist, an den einzelnen Zwischenetappen Seminare zum Thema anzubieten. "Auf diese Weise wollen wir die Jugendlichen motivieren, aktiv gegen Fremdenhass und Rassismus einzutreten", sagt Brandt. Die Schirmherrschaft der Aktion habe der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius übernommen.
• Eine Homepage (www.1000km-gegen-rechts.de) und eine Facebook-Seite sind bereits eingerichtet. Dort kann auch die Radroute online verfolgt werden: Das Aktions-Fahrrad ist mit einem GPS-Tracker ausgestattet, der ständig ein Signal mit dem aktuellen Standort sendet.