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Leonie ist das 6.000. Mitglied

Leonie Stiewe (Mi.) mit Hiphop-Abteilungleiterin Rachel Bronczkowski und BW-Vorsitzendem Arno Reglitzky

Blau-Weiss Buchholz begrüßt Hiphoperin in seinen Reihen / Sorgen wegen akuter Platznot

os. Buchholz. Als Blau-Weiss Buchholz (BW) im November 2006 sein Sportzentrum am Holzweg bezog, hatte der Verein rund 2.000 Mitglieder. Jetzt, knapp zehn Jahre später, begrüßten BW-Vorsitzender Arno Reglitzky und seine Vorstandskollegen das 6.000 (!) Mitglied: Die Hiphopperin Leonie Stiewe (9) erhielt Süßigkeiten und einen Einkaufsgutschein für die Buchholz Galerie. Zudem braucht Leonie ein Jahr lang keinen Vereinsbeitrag zu bezahlen.
Die Drittklässlerin kommt einmal in der Woche ins BW-Sportzentrum, um in der noch jungen Hip-Hop-Gruppe von Trainerin Rachel Bronczowski Sport zu treiben. Zudem geht Leonie, die in die dritte Klasse in der Wiesenschule geht, regelmäßig zum Ballettunterricht. Die Hiphop-Sparte hat zwei Jahre nach ihrer Gründung bereits 160 Mitglieder.
Der große Erfolg in der Mitgliederentwicklung wird für Blau-Weiss zunehmend zur Hypothek: „Wir platzen aus allen Nähten und haben große Platzprobleme“, erklärt Reglitzky. Erste Sportler, z.B. in der Badminton-Sparte, seien wegen mangelhafter Trainingsmöglichkeiten zu anderen Klubs gewechselt. „Wenn wir die Engpässe nicht in den Griff bekommen, werden weitere Sportler abwandern“, warnt der Vereinsvorsitzende.
Abhilfe soll eine neue Vereinshalle schaffen, die Blau-Weiss auf einem städtischen Grundstück in Sichtweite zum BW-Kletterzentrum errichten möchte (das WOCHENBLATT berichtete). Da die Stadt auf der Erstellung eines Sportentwicklungskonzeptes für die kommenden drei bis fünf Jahrzehnte besteht, befürchtet Reglitzky, dass die Vereinshalle frühestens im Jahr 2018 umgesetzt werden kann. Blau-Weiss arbeitet an einem Plan B, der die Schaffung neuer Räume auf dem Dach des Sportzentrums vorsieht.
Mit Sorge betrachte der Vorstand zudem, dass Teile der Buchholzer Politik dem Vereinssport anscheinend kritisch gegenübersteht. Reglitzky macht das an der Diskussion um die mögliche Einführung von Hallen-Nutzungszeiten, reduzierten Investitions-Zuschüssen und Abführung von angeblichen Banner-Werbeeinnahmen fest.