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Internationale Fachkräfte schnell integrieren

Diskutierten über internationale Fachkräfte: (v. li.) Dirk Hartung, Meike Völker und Brigitte Kaminski (alle Unternehmensnetzwerk Frau und Wirtschaft) sowie die Referentinnen Gesine Keßler-Mohr und Schole Albers (Foto: Frau und Wirtschaft)

Unternehmensnetzwerk Frau und Wirtschaft traf sich im ISI-Zentrum in Buchholz

(os). "Den Fachkräftemangel können wir nicht wegdiskutieren. Wir haben ihn längst. Und wir können es uns nicht erlauben, bestimmte Menschen links liegen zu lassen, die ihre Arbeitskraft einbringen können." Das sagte Wilfried Seyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH), beim Unternehmensforum des Unternehmensnetzwerks Frau und Wirtschaft in Buchholz. Zahlreiche Unternehmer kamen ins ISI-Zentrum der WLH, um über das Thema "Internationale Fachkräfte" zu diskutieren.
Die Teilnehmer waren sich einig: Menschen mit Migrationshintergrund werden mittelfristig die Mehrheit in Deutschland bilden. Sie frühzeitig im Arbeitsmarkt zu integrieren, sei eine besonders wichtige Aufgabe. Elf Millionen Menschen in Deutschland haben eine ausländische Qualifikation, drei Millionen einen ausländischen Schulabschluss. Schole Albers vom Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) in Stade rät Migranten, ihre Abschlüsse anerkennen zu lassen.
Arbeitnehmer mit ausländischem Pass seien eine wichtige Zielgruppe bei der Rekrutierung neuer Arbeitnehmer, erklärte Gesine Keßler-Mohr von der Handwerkskammer Hamburg. Besonders gefragt seien die Bereiche Elektrotechnik und Installateur/Heizungstechnik. "Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will", so Keßler-Mohr.
Dirk Hartung von der Firma Bruno Bock in der Elbmarsch erinnert sich an Anfang der 1990er Jahre, als kein einziger Mitarbeiter mit Migrationshintergrund im Unternehmen arbeitete. Heute lade die Firma konsequent Bewerber aus dem Ausland ein. Hartung: "Die Integration läuft erstaunlich unproblematisch."