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Land kritisiert die Planung der Kinderbetreuung in Buxtehude

Eitel Sonnenschein und Harmonie - oder muss bei der Kinderbetreuung in Buxtehude etwas verbessert werden? (Foto: Sv.Gehren/pixelio)

tk. Buxtehude. Buxtehude ist in der Vergleichsstudie des Landesrechnungshofs zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen die "Stadt E". Und in "E" sollte nach Meinung der Autoren dieser Studie einiges verbessert werden: So müssen Bedarfszahlen besser ermittelt und vom Jugendhilfeausschuss beschlossen werden. Dass es Kritik an der Kinderbetreuung in Buxtehude gibt, wird manche wundern. Die Stadt gilt vielfach als Vorbild - auch landesweit - wenn es um innovative Projekte geht, wie Betreuung verbessert werden kann. Das WOCHENBLATT hat einige Punkte der Untersuchung herausgegriffen.

Das ist der Hintergrund: Ab August 2013 haben Kinder vom ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Analyse des Landesrechnungshofs in 15 niedersächsischen Städten soll Fehlentwicklungen und Risiken begrenzen. Außerdem soll sie Transparenz bei den Kosten schaffen.
So schneidet Buxtehude ab: Grundsätzlich steigt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Buxtehude. Als positiv wird in der Untersuchung ein hoher Anteil an Kapazitäten bei Tagesmüttern- und vätern bewertet. Dadurch könne Buxtehude flexibler reagieren als andere Kommunen und benötige weniger Krippenplätze.
Was fehlt, ist eine langfristige und vor allem politisch abgesicherte Planung: Die Autoren der Untersuchung kritisieren, dass es keine jährliche Bedarfsplanung gibt und regen an, dass Angebot und Bedarf besser aufeinander abgestimmt werden. Außerdem soll Buxtehude das jeweilige Angebot an vorhandenen Plätzen und den errechneten Bedarf vom Jugendhilfeausschuss jedes Jahr absegnen lassen. Handlungsempfehlungen allein, das wird bislang praktiziert, seien nicht ausreichend.
Was in Buxtehude offenbar ein Problem ist: Unvollständige Angaben aus einzelnen Kindergärten in unterschiedlicher Trägerschaft - und damit verbunden verschiedene Wartelisten auf freie Plätze, die nur mangelhaft miteinander abgeglichen werden.
Was erfreulich ist: Der voraugesagte Bedarf wird in Buxtehude gedeckt, wahrscheinlich sogar übererfüllt werden. So schlecht schneidet die Stadt "E" also nicht ab.

Wie die Stadtverwaltung auf die Kritik reagiert, lesen Sie hier