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Ein Beispiel gelungener Integration: Barkaat Ahmad (30) aus Pakistan macht sich als Fahrzeugaufbereiter selbstständig

Hat sich mit einer Autoaufbereitungsfirma selbstständig gemacht: Barkaat Ahmad
bim. Tostedt. Er und sein Vater arbeiteten in Pakistan im Verkauf des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé und konnten ihren Familien eine gesicherte Existenz bieten. Doch weil sie der Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat, einer Reformbewegung des Islams, angehören, wurden sie in ihrer Heimat verfolgt. Im Februar 2011 flüchtete Barkaat Ahmad (30) aus Pakistan nach Deutschland. Dank seines Ehrgeizes und der Unterstützung deutscher Freunde ist er jetzt ein gutes Beispiel für gelungene Integration. Denn vor eineinhalb Jahren machte er sich als professioneller Fahrzeugaufbereiter in Buchholz selbstständig.
Nach seiner Ankunft lebte Barkaat Ahmad zunächst für vier Jahre in einer Flüchtlingsunterkunft in Bruchsal (Baden-Württemberg) und beantragte Asyl.
Wenig später holte er seine Eltern, Vater Muhmmud Akram Mirza und Mutter Waheeda Khanam Mirza, seine Frau Taiqua Tazeen Ahmad und seine Tochter Tehmina Mirza Ahmad sowie seine 14-jährige Schwester Farida Sabah Mirza nach Deutschland, die im Asylbewerberheim in der Bremer Straße in Buchholz untergebracht wurden. Baby Roohi Mirza Ahmad kam hier zur Welt. Barkaats andere Schwester lebt mit ihrer Familie nach wie vor in Pakistan.
Wenige Monate nach Bewilligung des Asylantrages machte sich Barkaat Ahmad im April vergangenen Jahres mit seiner professionellen Fahrzeugaufbereitung „Auto-
pflege Buchholz“ auf dem Gelände des Autohauses Bardowicks selbstständig.
Weil Mirco Bardowicks Umnutzungen auf seinem Grundstück vornimmt, das sanierungsbedürftige Gebäude abreißt und eine neue Waschanlage baut, musste Barkaat Ahmad einen neuen Betriebssitz finden. Da kam ihm Ursula Berchtold zu Hilfe. Die Buchholzer EDV-Sachbearbeiterin erledigt für Barkaat Ahmad die Buchhaltung und wollte helfen, als sie merkte, wie ehrgeizig der 30-Jährige ist. „Ich klemmte mich dahinter, weil er so verantwortungsvoll seine Familie und Geschwister versorgt und so viel Eigeninitiative ergreift“, lobt sie. Wie der Zufall es wollte, lernte Ursula Berchtold die Tostedter Dagmar und Manfred Steuer kennen, die Wohnraum zu vermieten hatten. Dort haben die Familien Ahmad und Mirza eine neue Unterkunft gefunden. Die Steuers unterstützen sie auch beim Deutschlernen. Und dann stellte Manfred Steuer auch noch den Kontakt zum jetzigen Werkstatt-Vermieter her, in dessen Räumen an der Tostedter Kastanienallee Barkaat Ahmad nun seine Fahrzeugaufbereitung eingerichtet hat, sodass es für die pakistanischen Familien nun ein Happy-End gibt.