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"Ihr seid die Zukunft" - Bundestagskandidaten diskutierten mit Schülern über ihr Wahlprogramm

Stellten sich den Fragen der Schüler (v. li.): Wolfgang Knobel, Heiner Schönecke, Svenja Stadler, Nadja Weippert, Roderick Pfreundschuh, Timo Röntsch und Joachim Kottek (Foto: thl)
thl. Winsen. "Was sollen eigentlichen diese schwachsinnigen Plakate gegen den Islam?" Deutlich formulierte der Berufsschüler seine Frage an den Winsener AfD-Bundestagskandidaten Roderick Pfreundschuh und erntete dafür viel Applaus. "Ich kann nichts Schlechtes darin finden. Der Islam hat nun einmal Schwierigkeiten mit unserer Gesellschaft, weil er total gegensätzlich ist. Deswegen müssen wir kritisch damit umgehen", entgegnete Pfreundschuh.
Zwei Stunden lang diskutierten die sieben Bundestagskandidaten der Region - Heiner Schönecke (CDU, als Vertretung für Michael Grosse-Brömer), Svenja Stadler (SPD), Wolfgang Knobel (FDP), Nadja Weippert (Grüne), Roderick Pfreundschuh (AfD), Timo Röntsch (Freie Wähler) und Joachim Kottek (Die Linke) - mit Schülern verschiedener Schulen in der Caféteria der Berufsbildenden Schulen. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Auszubildenden im ersten Lehrjahr zum Außenhandels- und Speditionskaufmann sowie von der Stadtjugendpflege.
Nach einer Vorstellung der Kandidaten und ihrer politischen Ziele - alle waren sich einig, dass junge Menschen die Zukunft sind - ging es in die Fragestunde. Themen waren u.a. das Wahlalter für junge Leute, die Schaffung von günstigem Wohnraum und wo die Regierung sparen kann, um günstige Wohnungen zu bauen. Die Schüler hatten auch verschiedene Fragen vorbereitet, auf die die Politiker nur mit Ja oder Nein antworten sollten. Dabei ging es u.a. um die Legalisierung von Cannabis, die Überwachung von Brennpunkten und die Aufstockung der Polizei.
Die Wahlplakate wurden von den rund 270 Teilnehmern auch bewertet. Das beste Plakat kam nach ihrer Ansicht von der SPD, gefolgt von Die Linke und der FDP. Außerdem hatten die Schüler vor der Veranstaltung gewählt. Dabei entfielen 33 Prozent der Erst- und 26 Prozent der Zweitstimmen auf die CDU. Die SPD kam auf 27,5 und 14 Prozent, die Grünen auf 13,5 und 18,5 Prozent. Die anderen Parteien schnitten wie folgt ab: FDP 4/5 Prozent, Linke 10/12,5 Prozent, Freie Wähler 2/0,5 Prozent, AfD 3/1,5 Prozent. Allerdings gaben einige Schüler zu, dass sie nach der Veranstaltung anders entscheiden würden. Sie machten eindeutig Nadja Weippert von den Grünen als "Siegerin" des Duells aus.