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Tostedter Realschule feierte 25-jähriges Jubiläum des Austauschs mit Polen

Schulleiterin Petra Simons-Schiller (re.) ließ die Geschichte des Austausches Revue passieren
bim. Tostedt. Zum 25. Mal jährte sich jetzt der Austausch der Erich-Kästner-Realschule Tostedt mit dem Nikolaus-Kopernikus-Liceums in Rzeszów (Polen). Schüler, Eltern und das Kollegium hatten eine ansprechende Feier vorbereitet. Unter den Ehrengästen begrüßte Schulleiterin Petra Simons-Schiller Bürgermeister Gerhard Netzel und Ruth Zuther, Ehrenvorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, die den Austausch anfangs begleitete.
"Es ist selten, dass ein Austausch über einen so langen Zeitraum hält", so Petra Simons-Schiller. Das sei u.a. ihren Vorgängern Hans-Joachim Schrader, Heiner Müller und Gerd Vanselow zu verdanken, die den Austausch als Herzensangelegenheit gesehen hätten. "Diese Tradition möchte ich fortführen", so die Schulleiterin.
Der Grundstein der Partnerschaft wurde bereits 1987 gelegt, als das polnische Gesangs- und Tanzensemble "Resovia Saltans" in Tostedt gastierte, dessen Mitglieder in Tostedter Familien untergebracht waren. Beim damaligen Schulleiter Hans-Joachim Schrader wohnte ein Professor des polnischen Liceums. Im Frühjahr 1989 kam - kurz vor dem Fall der Mauer in einer politisch brisanten Zeit - die erste Schülergruppe aus Polen nach Tostedt, im Oktober folgte der Gegenbesuch.
"Das Vertrauen zwischen den Schulen wuchs von Jahr zu Jahr. Die Freundschaft überdauerte politische Wendungen und Wechsel in der Schulleitung", so Petra Simons-Schiller.
Auch ihre polnische Kollegin Danuta Stepién hob die Bedeutung des Austauschs hervor: "Die Partnerschaft lebt, weil das Engagement auf beiden Seiten groß ist", sagte sie.
In den vergangenen 25 Jahren haben rund 800 Jugendliche im Rahmen des Austauschs Vorurteile abgebaut, grenzüberschreitende Freundschaften geschlossen und das Familienleben und die Kultur der jeweils anderen Nationalität kennengelernt. Fazit: "Wer sich kennt, der wird sich nicht bekämpfen."
Alle Beteiligten wünschen sich, diese Verbundenheit noch lange mit Leben zu füllen.
Abgerundet wurde der Festakt mit einem Häppchenbuffet, serviert von Schülern der Erich-Kästner-Realschule unter Mitarbeit der "Brötchenmütter".