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Bedeutend auch für Tierwelt: Gemeinde Tespe stellt ökologische Baumaßnahmen für Bauprojekte vor

Stellen die Maßnahmen vor: Bürgermeister Jörg Werner (hi., Mitte) sowie Vertreter von Naturschutzbehörde und -verbänden
ce. Tespe. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen für umgesetzte und noch geplante Bauprojekte führt die Gemeinde Tespe derzeit in der Gemarkung Avendorf durch. Aufgrund ihrer Größenordnung sind die Maßnahmen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Elbmarsch - insbesondere für den hier beheimateten Weißstorch - von immenser Bedeutung. Bürgermeister Jörg Werner informierte jetzt gemeinsam mit Vertretern der Kommune, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und der Naturschutzverbände über das Vorhaben. Und stellte erstmal klar, was vor Ort entgegen anderslautender Gerüchte nicht gemacht wird: "Hier wird weder eine Mülldeponie gebaut, noch handelt es sich um Fundamente für Windkraftanlagen."
Bei Avendorf hat die Gemeinde zwei landwirtschaftliche Flächen von rund 150.000 Quadratmetern bzw. 25.000 Quadratmetern als Ausgleichs-Areale erworben. Die größere, derzeit bearbeitete Fläche ist der Ausgleich für zwei Bebauungspläne in Bütlingen und für das Baugebiet "Untere Osterstücke" in Tespe.
"Insbesondere den in der näheren Umgebung dieser Baugebiete brütenden Weißstörchen sind durch die Umsetzung der Bebauungspläne wesentliche Nahrungsflächen verlorengegangen", erklärte Gemeindeoberhaupt Jörg Werner. Daher würden auf dem Ausgleichs-Terrain nun naturnah gestaltete Gräben mit Feuchtbermen angelegt sowie mit Blänken, die im Frühjahr zum Teil unter Wasser stehen. Auf dem übrigen Gebiet sei Grünland vorgesehen. Die Investitionskosten für die Ausgleichs-Areale lägen im "hohen sechsstelligen Bereich". Einen Teil davon finanziert Bauunternehmer Uwe Gerner, der künftiger Erschließungsträger in einem Teil der "Unteren Osterstücke" ist.
In diesen Wochen sollen laut Werner die Arbeiten auf der großen Fläche durch Einbringung einer speziellen Einsaat abgeschlossen werden. Jörg Werner: "Gleich im Anschluss soll mit den entsprechenden Maßnahmen auf der kleineren Fläche begonnen werden, so dass den Störchen im Frühjahr nächsten Jahres neue Nahrungsgebiete zur Verfügung stehen werden."