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"Unwetter prägten unser Einsatzjahr": Elbmarscher Gemeindebrandmeister hält Rückschau

Gemeindebrandmeister Frank Hupertz (Foto: Lutz Wreide)
ce. Elbmarsch. "Das Einsatzjahr unserer zehn Feuerwehren war geprägt von zahlreichen Unwettereinsätzen. Selten gab es in der Vergangenheit so viele Sturmschäden abzuarbeiten wie im Jahr 2017." Das betonte der Elbmarscher Gemeindebrandmeister Frank Hupertz jetzt in seinem Jahresrückblick. Insbesondere Sturmtief "Herwart“ habe die Brandschützer in Atem gehalten. Dabei habe sich aber auch gezeigt, dass alle Ortswehren äußerst motiviert, zuverlässig und einsatzbereit seien. Quasi als Feuerprobe nahm bei dem Sturmtief erstmals die örtliche Einsatzleitung (ÖEL) der Wehren ihren Dienst auf. Besetzt mit Führungskräften der Retter konnten die Einsätze zielgerichtet und präzise an die Einsatzkräfte weitergegeben werden. "Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für das Engagement meiner Führungskräfte und auch der Einsatzkräfte bedanken, so Hupertz.
Insgesamt leisteten die ehrenamtlich Aktiven in den Feuerwehren 151 Einsätze im Jahr 2017. Ein eher ruhiges Jahr in der Elbmarsch. 13 Personen und ein Tier wurden gerettet, für drei Personen kam jede Hilfe zu spät. Zu 25 Brandeinsätzen wurden die Feuerwehren gerufen und konnten dort Sachwerte in Höhe von 500.000 Euro erhalten. Zudem gab es 110 technische Hilfeleistungen. Häufig wurden die Einsatzkräfte auch zur Unterstützung des Rettungsdienstes gerufen.
"Besonders stolz bin ich über die steigenden Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen", erklärte Frank Hupertz. Entgegen dem Bundestrend könne die Elbmarsch mit ihren derzeit 409 Aktiven ein deutliches Plus von elf Mitgliedern verzeichnen. Dies sei auch der hervorragenden Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren zu verdanken. Diese erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Hinzu kämen die drei Spielmannszüge der Feuerwehren mit 90 Musikanten.
Mit Einweihung des neuen Gerätehauses in Tespe sei in 2017 eine weitere Wehr "für die Zukunft fit gemacht" worden. Einige Gerätehäuser habe man mit einer Notstromversorgung versorgt und die Domizile in in Avendorf, Hunden und Oldershausen zur Einspeisung über ein mobiles Notstromaggregat ertüchtigt. Schließlich sei auch die Umstellung auf Digitalfunk in 2017 abgeschlossen worden.
Bei Rat und Verwaltung wurde laut Hupertz der Arbeitskreis 2025 etabliert, der künftig die Feuerwehren bei der langfristigen Planung durch die Erstellung eines Bedarfsplanes unterstützen wird.
Für Frank Hupertz war es die letzte Jahresrückschau als Gemeindebrandmeister. Seine Amtszeit endet Ende Juni. Bereits in 2017 wurde ein Nachfolger vom Gemeindekommando gewählt.