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Starkes sportliches Miteinander der Kulturen

Freude über den Turniersieg: die Kicker vom "Team Boss" (Foto: Celine Lühr)

Salzhäuser Gymnasiasten veranstalteten Fußballturnier mit Flüchtlingen

ce. Salzhausen. Dieses außergewöhnliche "Fest der Kulturen" sollte auch andernorts Schule machen: Salzhäuser Gymnasiasten des zwölften Jahrgangs veranstalteten jetzt in der Sporthalle ein integratives Fußballturnier mit derzeit in der Samtgemeinde lebenden Flüchtlingen.
"Wir hatten in unserem Seminarfach zum Thema 'Sozial in Salzhausen' die Aufgabe, ein Projekt zu realisieren. Wir entschieden uns für ein Fußballturnier mit Asylbewerbern, um das Miteinander der Nationen auf sportlich-spielerische Art zu fördern", erklärte Celine Lühr vom Organisationsteam. Zur Gruppe, die drei Monate Vorbereitungszeit in den Wettstreit investierte, gehörten außerdem Bente Fiehn, Luisa Will Visens, Constantin Blumenberg, Lucas Hartmann und Tilman von Peter. In den insgesamt acht, aus Jungen und Mädchen zusammengesetzten Teams kickten jeweils fünf Schüler des elften und zwölften Gymnasiums-Jahrgangs und zwei Flüchtlinge. Als Preise für die bestplatzierten Mannschaften gab es neue Fußbälle. Den Sieg holte im Finale das "Team Boss". "Abseits des Spielfeldes wurden auch Freundschaften geknüpft und Telefonnummern ausgetauscht", freute sich Bente Fiehn über den positiven "Nebeneffekt" des Turniers.
Die Verbindung zwischen Gymnasiasten und Asylbewerbern hergestellt hatte Salem Haddouda-Schwenk, Flüchtlingsbeauftragter der Samtgemeinde Salzhausen. "Es ist toll, dass gerade die jungen Mädchen an der Schule bei dem Turnier einen so guten Kontakt zu den Flüchtlingen gehabt haben. Alle sind sich auf Augenhöhe begegnet", betonte Haddouda-Schwenk auch mit Blick auf die in mehreren deutschen Großstädten gerade erst geschehenen Angriffe von Ausländern auf junge Frauen. "Für das Gelingen des Turniers möchte ich mich - auch im Namen der Schüler - bei den Lehrern und der Schulleitung bedanken, mit denen die Zusammenarbeit sehr gut lief."
"Die Abiturprüfungen stehen bei uns noch an. Uns ist es aber auch sehr wichtig, dass wir gemeinsam diese Prüfung des Zusammenspiels der verschiedenen Kulturen erfolgreich bestanden haben", sprach Celine Lühr ihren Mitstreitern vom Organisationsteam aus dem Herzen. Der Erlös des Kuchenverkaufs, den das Team für die Turnierbesucher anbot, kommt den Salzhäuser Flüchtlingen zugute.