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Pfingstgottesdienst im Klecker Wald: "Ertragt die Verschiedenheit

Superintendent Dirk Jäger (li.) wurde diesmal von dem Hollenstedter Pastor Volker Klindworth unterstützt
bim. Rosengarten. Diese Veranstaltung muss nicht groß beworben werden: Wenn der Kirchenkreis Pfingstmontag zum Gottesdienst einlädt, strömen die Gläubigen aus nah und fern zum Hünengrab im Klecker Wald. Rund 700 Zuhörer begrüßte Superintendent Dirk Jäger zu diesem Waldgottesdienst. Unterstützt wurde er diesmal vom Hollenstedter Pastor Volker Klindworth.
In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Dirk Jäger „das gewisse Etwas“. Jeder Mensch hat Begabungen, Fähigkeiten, Alleinstellungsmerkmale. Es ist aber niemand besser als der andere. Jeder ist Ausdruck des gleichen Schöpfers. Ich darf niemandem seinen Wert absprechen, nur weil er oder sie anders lebt oder handelt.“
Im ersten Korintherbrief hatte der Apostel Paulus das Besondere des Heiligen Geistes, der sich in den Gaben der Menschen offenbare, in Worte gefasst.
Beispielhaft erzählte der Superintendent eine überlieferte Geschichte, in der eine hübsche aber arme Frau einem Friseur ihre Haare verkaufen, der ihr aber nicht den geforderten Preis bezahlen will. Im Salon trifft die Frau auch auf den weitgereisten, welterfahrenen Alexander von Humboldt, der Mitleid mit ihr hat. Er schneidet ihr ein einzelnes Haar ab und gibt ihr einen großzügigen Geldbetrag. „Das ganze Wissen der Welt ist in seinem Kopf, aber ihm ist die Güte und die Herzenswärme wichtiger. Er hat die Frau glücklich gemacht und den Friseur beschämt“, so Jäger. Die Geschichte mache deutlich, dass ein ewiges Aufrechnen keinen Sinn mache. „Jeder von uns hat die Fähigkeit zum gewissen Etwas. Ich freue mich für die, die ihr Leben auf die Reihe bekommen und sorge mich um die, die stolpern. Ertragt eure Verschiedenheit. Ihr seid alle Geschöpfe Gottes“, appellierte Jäger wie einst Paulus an die Zuhörer.
Dirk Jäger wurde auch persönlich, als er berichtete, dass Samstagnacht sein bester Freund gestorben sei. „Mir wurde klar, wieviel Zeit wir mit sinnlosen Auseinandersetzungen, albernem Gezeter und Streit verbringen. Gottes Heiliger Geist erinnert uns daran, dass das gewisse Etwas immer mit Liebe zu tun hat“, so Jäger.
• Dirk Jägers Dank galt allen, die zum Gelingen beitrugen, u.a. den Bläsern unter der Leitung von Landesposaunenwart Lennart Rübke und Kreiskantor Kai Schöneweiß, dem Neu Wulmstorfer Pastor Dr. Florian Schneider und seinem Team für das Organisieren des parallel stattfindenden Kindergottesdienstes, der Bäckerei Danker für den gespendeten Butterkuchen und der Feuerwehr Klecken für die Sicherung der Straße. Der „Spontaneitätsorden“, wie Jäger sagte, ging an das DRK, das kurzfristig für die Johanniter eingesprungen war.