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Eine 30-Meter lange Gemeinschaft

Impressionen der längsten Tafel der Elbmarsch
bs. Marschacht. Mit einer ganz besonderen Aktion feierten die evangelischen Kirchengemeinden Marschacht, Tespe und Drennhausen am vergangenen Sonntag ihr Gemeindefest unter dem Motto "Das Brot, das wir teilen".
An einer langen Tafel, gedeckt auf dem Platz vor der Marschachter Kirche konnte nach dem Gottesdienst jeder Platz nehmen und mit den anderen Gästen gemeinsam speisen. Mit einem beeindruckenden Ergebnis: Fast 30 Meter misste die Essens-Tafel, an der sich mehr als hundert Gäste, von denen jeder der wollte, etwas zu Essen mitbracht hatte, ausgelassen stärkten. "Dabei steht alles allen zur Verfügung. Die Tafel symbolisiert eine Form der Öffnung und lädt jeden Vorbeigehenden herzlich ein, daran teilzunehmen", erklärte Holger Kloft, Kirchen-Vorstandsmitglied und Fest-Organisator die innovative Tafel-Idee.
Auch der Markt der Möglichkeiten, der um die Kirche herum mit Vertretern der Landfrauen, der Initiative "Ana y Afrika" und dem Eine-Welt-Laden Winsen aufgebaut war, bot interessante Einblicke zum Thema.
Nach dem Mahl ging es in der Kirche weiter. Hier hielt Uwe Becker von der Organisation "Brot für die Welt" einen Vortrag zum Thema Milchwirtschaft in Folge der weltweiten Globalisierung.
Auch die Geschichte der Marschachter Milchbauern, deren Zahl sich in der Vergangenheit bereits dramatisch auf einen Erzeuger reduziert hat, fand bei dem Vortrag Gehör. "Am heutigen Tag beleuchten wir das Thema Ernährung aus allen möglichen Blickwinkeln. Zwar fangen wir, wenn auch langsam, an, Lebensmittel wieder wertzuschätzen, dennoch muss ein gewaltiger Umbruch in der Politik, der Gesellschaft sowie bei jedem Einzelnen stattfinden", so Uwe Becker, der von der Aufarbeitung des Themas begeistert war. "Diese Veranstaltung zu unterstützen ist wohl eine der vornehmsten Aufgaben der Welt."