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"Auffahrt muss Ansatzpunkt sein": Elbmarscher Politiker haben Lösungsvorschläge für Stau-Problematik

Reger Betrieb: der Verkehr an der Auffahrt zur Brücke nach Geesthacht in Rönne
ce. Elbmarsch. Der tagtägliche Stau in Rönne an der Auffahrt von der Elbuferstraße auf die Brücke zur B404 (das WOCHENBLATT berichtete) hat jetzt auch die Gruppe Grüne/Freie Wähler/Piraten im Elbmarscher Samtgemeinderat auf den Plan gerufen. "Ursache für das Problem ist nach unserer Ansicht die längst überschrittene Leistungsfähigkeit dieses Verkehrsknotens, an dem die Pendlerströme aus der Elbmarsch und aus Lüneburg zusammengeführt werden", erklärt Gruppensprecher Christoph Meyn in einer Pressemitteilung. Dies führe immer dann zu einem Verkehrskollaps, wenn es an anderer Stelle - wie derzeit die Baumaßnahmen auf der A39 - zu Einschränkungen komme.
Wer etwas gegen den Stau unternehmen wolle, müsse dort ansetzen, wo er entstehe - an der Auffahrt in Rönne. Die Gruppe habe daher mehrfach vorgeschlagen, die Rönner Auffahrt in Richtung Hamburg in südliche Richtung zu verlängern. "Dadurch ergäbe sich ein längerer Beschleunigungsstreifen, der eine Beschleunigung auf 60 km/h vor der Auffahrt auf die B404 ermöglichen würde", so Christoph Meyn. "Gleichzeitig müsste der Verkehr aus Richtung Eichholz und Lüneburg rechtzeitig auf 60 km/h gedrosselt werden mit dem Ergebnis, das beide Verkehre mit gleicher Gesschwindigkeit fließen könnten und nicht mehr wie jetzt auf Schneckentempo runtergefahren würden." Diese Baumaßmahmen wären deutlich billiger als andere Vorschläge und könnten mit schon lange geforderten Lärmschutzvorkehrungen für die Rönner Anwohner kombiniert werden.
Um Abhilfe gegen den Stauärger zu schaffen, fordert die Gruppe außerdem einen verstärkten Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, denn die Elbmarsch weise landkreisweit die höchste Autodichte auf. Zu einer ÖPNV-Verbesserung müsste eine weitere Taktverdichtung des Busverkehrs nach/von Hamburg-Bergedorf gehören, um die Strecke weiter zu entlasten. Langfristig sei die Schaffung einer S-Bahn-Schienenverbindung von Hamburg-Bergedorf über Geesthacht und die Elbmarsch bis nach Lüneburg wünschenswert. "Schnellstmöglich muss eine S-Bahn-Route von Hamburg-Bergedorf über die Elbmarsch-Region nach Lüneburg in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden", fordert Gruppen-Vizesprecher Ulf Riek. "Wir sind überzeugt, mit diesen zum größten Teil sofort umsetzbaren Maßnahmen den Verkehrsproblemen begegnen zu können."