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Elbmarscher Gruppe Grüne/Freie Wähler zieht Zwischenbilanz nach einem Jahr Oppositionsarbeit

Engagieren sich in der Gruppe Grüne/Freie Wähler (v. li.): Dörte Land, Dirk Meyer, Nico Dettmann und Meike Land (Foto: Dörte Land)

"Verfolgen trotz Widerstand unsere Ziele"

ce. Drage.
„Wir haben gute Ideen, bringen die auch ein, ernten aber meist genervte Gesichter und rollende Augen. Gute Vorschläge werden abgeblockt, weil sie von der vermeintlich falschen Seite kommen." So brachte Dörte Land, Sprecherin der Gruppe Grüne/Freie Wähler im Drager Gemeinderat jetzt die Zwischenbilanz nach einem Jahr Oppositionsarbeit der Gruppe auf den Punkt.
Als ein Beispiel nennt Land die Diskussion um die von Land & Co. gewünschte Verlängerung der Öffnungszeiten der Kindergärten. Die SPD-CDU-Gruppe habe den Vorschlag abgelehnt mit der Begründung, es gebe keinen nennenswerten Bedarf, die Personalsituation sei nicht lösbar und die Kosten zu hoch. "Es wundert uns, dass in Drage nicht möglich ist, was in Tespe längst umgesetzt ist", so der Grüne Nico Dettmann, Mitglied im Kindergartenausschuss der Gemeinde. "Außerdem blieb man uns die Antwort auf die Frage schuldig, wie hoch die Kosten denn nun tatsächlich sein würden".
Um die finanzielle Lage der Gemeinde beurteilen zu können und mehr Transparenz bei  Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, wollte die Gruppe Grüne/Freie Wähler von der Verwaltung wissen, wie die Bedingungen bei der Auftragsvergabe für Leistungen seien. Der Bürgermeister habe daraufhin mitgeteilt, dass es keine präzisen vertraglichen Leistungs- und Lieferbeschreibungen gebe, ebenso wenig wie Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, ob Aufträge ordnungsgemäß ausgeführt würden. "Da haben wir nicht schlecht gestaunt, immerhin geht es hier um das Geld der Steuerzahler“, betont Dörte Land.
Die Gruppe Grüne/Freie Wähler setzt sich weiter für eine moderate, an die Infrastruktur angepasste Weiterentwicklung ein und für die Ausweisung von kleineren Baugebieten für Bürger der Gemeinde. "Es muss Schluss sein mit den großen Baugebieten, die hier in den letzten Jahrzehnten aus dem Boden gestampft wurden mit den bekannten Folgen für Verkehr und Kinderbetreuungseinrichtungen“, so Meike Land, Mitglied des Kindergartenausschusses. "Die Stover Einrichtungen platzen aus allen Nähten, Pendler stehen im Stau, Anwohner der Landesstraße leiden unter dem zunehmenden Verkehrslärm, der auch hausgemacht ist“. Die Gruppe erwartet ein abgestimmtes, nachhaltiges Gesamtkonzept in Übereinstimmung mit überregionalen Konzepten, wie etwa die Reduzierung der ausufernden Flächenversiegelung und intelligente Verkehrskonzepte. "Nur so können wir die Lebensqualität in Drage und der Elbmarsch erhalten“, sind sich die Gruppenmitglieder einig. "Wir werden hier trotz Widerstands weiter für unsere Ziele eintreten.“