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Ölsperre statt Regenrückhaltebecken im Appelbecker See

mi. Hollenstedt. Gute Nachrichten für die Samtgemeinde Hollenstedt. Vieles spricht dafür, dass die Lösung der Entwässerungsprobleme an der Gemeindeverbindungsstraße Nr. 8 (Hollenstedt - Appelbeck - Moisburg) günstiger wird, als bisher angekommen. Das teure Sedimentationsbecken - eine Art Absetzbecken - im Appelbecker See muss wohl doch nicht gebaut werden. Stattdessen soll jetzt eine Art Ölsperre das Problem lösen.
Rückblick: Vergangenen Sommer nahm sich der Bauausschuss der Samtgemeinde Hollenstedt eines verzwickten Problems an: Von der Gemeindeverbindungsstraße läuft bei Regen Wasser unkontrolliert in den Appelbecker See. Das ist nach geltenden EU-Vorschriften verboten. Demnach ist Oberflächenwasser wie Abwasser zu behandeln. Das bedeutet, abfließendes Regenwasser darf nicht ungefiltert in ein Gewässer eingeleitet werden. Des Weiteren muss die Entwässerungsproblematik auch gelöst werden, weil die Straße immer wieder durch unkontrolliert ablaufendes Regenwasser beschädigt wird. Die Kosten für eine funktionierende Entwässerung mittels der Sedimentationsanlage schätzte ein Ingenieur auf rund 250.000 Euro. Schon in der vergangenen Ausschusssitzung bezweifelte der damalige Sachverständige die Notwendigkeit der teuren Sedimentationsanlage. In der Zwischenzeit haben Grunduntersuchungen ergeben, dass die Errichtung der Anlage sehr kompliziert werden würde. Zum Glück für die Samtgemeinde teilte der zuständige Landkreis Harburg jetzt mit, dass die teure Einrichtung nicht erforderlich sei. Anstelle eines im See fest eingebauten Regenauffangbeckens reiche es auch, am Einleitungspunkt des Wassers in den See eine mobile Sperre einzurichten. Laut Verwaltungsvorlage ist hierfür vorgesehen, dass dort in einem Halbkreis schwimmende Tauchwände aufgestellt werden, die am Ufer befestigt sind und durch einen Anker in Position gehalten werden sollen. Diese Anlage soll vor allem verhindern, dass Öl zusammen mit dem Oberflächenwasser unkontrolliert in den See gelangt. Die Kosten für die Konstruktion stehen noch nicht fest, es ist jedoch davon auszugehen, dass sie deutlich niedriger ausfallen als für die zunächst angedachte Sedimentationsanlage.
Die Planungen werden am Montag, 19. Februar, um 19 Uhr beim Bauausschuss im Feuerwehrhaus in Halvesbostel vorgestellt.