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Salzhäuser Bebauungsplan "Witthöftsfelde" außer Vollzug

Da war die Welt noch in Ordnung (v. li.): Ratsmitglied Hermann Bockelmann, Vize-Bürgermeisterin Elisabeth Mestmacher, Ratsmitglied Ernst-Hinrich Hornbostel, Gemeindedirektor Wolfgang Krause, Bodo Ihlenburg (Sparkasse) und Klaus Peters (idb) beim ersten Spatenstich für das Neubaugebiet Ende Juni (Foto: archiv / ce)

Nachbarbetriebe klagen vor Oberverwaltungsgericht Lüneburg gegen Vorhaben der Gemeinde im Neubaugebiet

ce. Salzhausen. Herber Rückschlag für die Salzhäuser Gemeindeverwaltung: Der vom Rat beschlossene Bebauungsplan für das Neubaugebiet "Witthöftsfelde" (das WOCHENBLATT berichtete) wurde jetzt vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg aufgrund der Anfechtung eines Nachbarn außer Vollzug gesetzt.
"Das benachbarte Landmaschinentechnik-Unternehmen Hünert + Kramp hat vor dem OVG gegen den B-Plan geklagt, weil bei der Auslegung des Planes die Daten zur Umweltverträglichkeit des Vorhabens nicht vollständig ausgelegen hätten. Diese Auffassung hat das Gericht geteilt", erklärt Gemeindedirektor Wolfgang Krause auf WOCHENBLATT-Anfrage. "Wir werden nun auch die in unseren Augen für das Projekt weniger relevanten Umweltdaten vorlegen."
Das OVG sei zudem - ebenso wie Hünert + Kramp - zu der Auffassung gelangt, dass die Gemeinde bei der Erstellung des B-Planes die Flächen-Belange des Unternehmens nicht genügend berücksichtigt habe. "Der Gemeinderat hat die Umwandlung des Grundstückes, auf dem sich der Landmaschinen-Betrieb befindet, vom Gewerbegebiet in ein Mischgebiet für Gewerbe und Wohnen in Übereinstimmung mit dem Grundeigentümer getroffen. Dabei wurden die Betriebsbelange nach unserer Ansicht ausreichend berücksichtigt. Nach der Entscheidung des OVG werden wir aber auch hier nachbessern", so Krause. Die Kosten für das Gerichtsverfahren müsse die Gemeinde tragen.
Ziel der Gemeinde ist es laut dem Verwaltungschef, das Baurecht für das Witthöftsfelde im ersten Halbjahr 2016 zu schaffen. Die weiteren Planungen würden deshalb mit hoher Priorität vorangetrieben. "Je später die Grundstücke vermarktet werden, desto später können wir die Umsetzung des B-Planes refinanzieren. Und aufgrund der Verzögerung sind bereits einige Grundstücksinteressenten abgesprungen."
Im Neubaugebiet "Witthöftsfelde" entstehen 65 Grundstücke, die mit Ein- und Mehrfamilien- sowie Doppelhäusern bebaut werden können. Die Vermarktung liegt in den Händen der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft idb, einer Tochter der Sparkasse Harburg-Buxtehude.