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Umgestaltung des Jugendzentrums und neues Konzept: Salzhäuser Jugendpflege geht neue Wege

Auf dem neuen Paletten-Sofa im Jugendzentrum: Jugendpfleger Andreas Brammer (re.) und Praktikant André Cassier
ce. Salzhausen. Im Salzhäuser Jugendzentrum brechen neue Zeiten an: Jugendpfleger Andreas Brammer (37), Praktikant André Cassier, der eine Erzieherausbildung macht, und einige Jugendliche bauten jetzt aus Holzpaletten und Kissen eine gemütliche Sofa-Ecke. Zudem wurden die JUZ-Räume frisch gestrichen. Damit nicht genug: Andreas Brammer hat ein neues Konzept für die Jugendarbeit entwickelt. "Die Angebote der offenen Jugendarbeit leisten grundlegende Sozialisationsaufgaben für junge Menschen und sollen präventiv wirken." Das betont Andreas Brammer im Konzept, das er jetzt im Jugendausschuss der Gemeinde vorstellte. Brammer ist Angestellter der Winsener Reso-Fabrik, die in Salzhausen die Jugendarbeit im Auftrag der Kommune betreibt. Die Angebote sollen - so Brammer weiter - "junge Leute befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, und sie zu Kritik- und Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit und zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen."
"Ich möchte gerne die Öffnungszeiten des Jugendzentrums erweitern", nannte Andreas Brammer gegenüber dem WOCHENBLATT eines seiner Ziele in dem Konzept. "Das JUZ sollte - in den Ferien womöglich zu gesonderten Zeiten - täglich für interessierte Jungen und Mädchen zugänglich sein."
Die Angebote sollen sich verstärkt nicht nur an den Jahreszeiten (Rodeln, Freibadbesuch) orientieren, sondern auch lokale Veranstaltungen wie den Kirch- und Markttag oder den Weihnachtsmarkt einbeziehen.
Ein weiteres Anliegen ist für Andreas Brammer die Veranstaltung von Workshops und anderen Kreativangeboten. "Die Ideen der Jugendlichen werden dabei aufgegriffen, ausgearbeitet und nach Möglichkeit umgesetzt", so der Sozialpädagoge.
Geplant sei in Kooperation mit der Oberschule Salzhausen eine AG in den Räumen des Jugendzentrums. Die Schüler könnten dabei ein warmes Mittagessen bekommen, unter Aufsicht und mit fachkundiger Hilfe ihre Hausaufgaben machen sowie die Spielmöglichkeiten des JUZ nutzen. Angedacht seien in Zusammenarbeit mit der Oberschule zudem "Schnupperwochen", in denen interessierte Klassen das JUZ kennen lernen könnten. Dieses Angebot gelte auch für das Gymnasium Salzhausen und die Grundschulen in der Samtgemeinde.
Der Jugendausschuss habe seine Vorschläge "positiv aufgenommen", so Andreas Brammer. Dem Gemeinderat wird das Konzept in der Sitzung am 23. Juni zur Beschlussfassung vorgelegt.