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Gemüseanbau für Selbstversorger: Zweite solidarische Landwirtschaft im Landkreis Harburg soll gegründet werden

Wollen mit weiteren Gleichgesinnten sie Solidarische Landwirtschaft Kallmoor ins Leben rufen: Tatjana von Eeden (li.) und Olivia Bhandari mit den Ziegen Lilly (vorn) und Finja
bim. Heidenau. Der große Hof mit 7.000 Quadratmetern potentieller Ackerfläche im Heidenauer Ortsteil Kallmoor ist wie geschaffen für alternative Landwirtschaft. Auf der Wiese tummeln sich die beiden Ziegen Lilly und Finja. Demnächst bekommen sie zwei Esel als Gesellschaft. Derzeit wegen der Vogelgrippe im Stall: sieben Hühner, ein Hahn und acht Laufenten. Tatjana von Eeden lebt in diesem Idyll und hat einen Traum: „Ich bin seit über 30 Jahren im Bereich Gesundheit, Wellness und Ernährung tätig. Als ich den Hof im Jahr 2011 gekauft habe, dachte ich, wie wunderbar es wäre, sich selbst zu versorgen“, sagt Tatjana von Eeden. Jetzt hat sie mit Olivia Bhandari, Melanie Kunze und Arno Westerwick Gleichgesinnte gefunden, mit denen sie die zweite Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) im Landkreis Harburg gründen möchte.
SoLaWi bedeutet: Mehrere Privat-Haushalte teilen sich die Kosten einer landwirtschaftlichen Anbaufläche, wofür sie im Gegenzug anteilig deren Ernte-Ertrag erhalten.
Im März/April 2017 soll es mit der SoLaWi Kallmoor losgehen mit dem Säen, u.a. von Salaten, Kartoffeln, Kohl und Karotten - je nachdem, für welches Gemüse gerade Saison ist. Zunächst auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern, von der bis zu 40 Personen versorgt werden könnten.
Langfristig schwebt Tatjana Eeden vor, Ziegenmilch und -käse herzustellen, seltene Kräuter anzubauen und später ein Hofcafé zu eröffnen. • Zu dem ersten Treffen sind alle an der SoLaWi Kallmoor Interessierten für Sonntag, 27. November, um 13 Uhr in den Dorfladen in Otter, Tostedter Straße 2, eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0152-08937129.

Postives Resümee der SoLaWi Buchholz/Biohof Quellen

Anfang vergangenen Jahres wurde die SoLaWi Buchholz/Biohof Quellen gegründet. Mit-Initiator Wolfgang Gerull zieht gegen Ende des zweiten Wirtschaftsjahres ein positives Resümee. „Es läuft richtig rund. Wir arbeiten an der Planung für das nächste Jahr. Dann wollen wir die bisherigen Verteilerpunkte in Buchholz und Wistedt um solche in Buxtehude und Wilhelmsburg erweitern“, berichtet er.
Für den Gemüse- und Obstanbau stehen der SoLaWi Buchholz/Biohof Quellen eine rund 2.500 Quadratmeter große Fläche auf dem Hof Quellen, ein Gewächshaus auf dem Meilsener Pflanzenhof sowie eine Streuobstwiese auf dem Arpshof in Diers-
torf zur Verfügung. Von den gezeichneten Ernteanteilen versorgen sich rund 100 Kinder und Erwachsene.