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Mit "MIWO" Migrantinnen den Einstieg ins Leben in der Nordheide erleichtern

Organisieren die "MIWOs" (v. li.): Nicole Hauff, Dörthe Heien und Dorothea Gabelmann (Foto: oh)
bim/nw. Buchholz. Unter dem Namen "MIWO" - steht für Mittwochs-Workshop - organisieren Nicole Hauff von der Mobilen Familienbildung des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen, Dörthe Heien, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Buchholz, und Dorothea Gabelmann von der Migrations- und Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen Angebote für Migrantinnen, etwa aus Syrien, Afghanistan, dem Iran, Angola oder Togo. „Wir wollen ihnen den Einstieg ins Leben in Buchholz erleichtern. Ihnen in einem geschützten Rahmen Informationen geben und uns mit ihnen austauschen“, sagt Nicole Hauff .
Die „MIWOs“ finden alle acht bis zehn Wochen im Buchholzer Paulus-Haus statt. Bis zu 20 Frauen nehmen teil: „Entstanden ist die Idee beim Internationalen Frauentreff. Wir möchten gezielt Frauen helfen, die noch nicht so gut Deutsch sprechen“, sagt Dörthe Heien.
Sprachlich und methodisch sind die Angebote so aufgebaut, dass es den Frauen möglich ist, die Informationen gut zu verstehen und sich zu beteiligen: Mit Hand und Fuß, vielen Bildern und Hilfen durch Übersetzerinnen. Die Frauen kommen ins Gespräch, ihre kulturellen Unterschiede werden diskutiert: „So ist es in Malaysia überhaupt nicht üblich, dass Jungen im Haushalt helfen, sagte uns eine Teilnehmerin. Es ist dann wichtig, dass wir den Frauen nicht unsere Vorstellungen überstülpen, sondern ihre Kultur respektieren“, sagt Nicole Hauff.
Neben Erziehungsfragen stehen auch Themen auf dem Programm wie: Zu Hause in Buchholz, Frauen und Gesundheit, Bewegung und Entspannung, Zahnpflege in den Familien, Energie sparen im Alltag. „Wir zeigen ihnen Einrichtungen in Buchholz, sprechen über die Geschichte der Stadt und geben Tipps zu vielen Themen“, sagt Dorothea Gabelmann.
Beim Thema Gesundheit konnten die Frauen auch Fragen zu Verhütung oder Menstruation stellen: „In einem geschützten Raum trauen sich die Frauen auch, über sensible Themen zu sprechen“, sagt Dörthe Heien.
Nicole Hauff: „Wir bieten diese Seminare und Workshops auch in anderen Kirchengemeinden an, nicht nur in Buchholz.“ Damit den Frauen der Einstieg auch in anderen Gemeinden etwas erleichtert wird.