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Neubau der B3-Bahnbrücke wird insgesamt rund fünf Millionen Euro kosten

bim. Sprötze/Tostedt. Die Planungen für die Behelfsbrücke über die Bahnstrecke an der B3 in Sprötze sind abgeschlossen. Das teilte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der zuständigen Landesstraßenbaubehörde Lüneburg, auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit. Die Maßnahme wird nun ausgeschrieben, Baubeginn soll voraussichtlich im Frühjahr sein. Ende November erhält die Behörde für die Baumaßnahme Sperrzeiten der Bahn.
Zunächst müssten umfassende Erdbauarbeiten vorgenommen, dann der Straßenbereich zum späteren Behelfsbauwerk geführt und schließlich der Überbau auf die zu errichtenden Widerlager gebracht werden. Die Sperrzeiten der Bahn würden sich ausschließlich auf die Arbeiten im Gleisbereich beziehen.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beziffert Dirk Möller jetzt mit fünf Millionen Euro, davon 1,5 Millionen für die Behelfsbrücke und 3,5 Millionen Euro für den eigentlichen Brückenbau. Ende 2014 hatte Möller noch eine Kostenschätzung abgegeben, die - damals ohne Behelfsbrücke - bei rund 2,5 Millionen Euro lag.
Zusätzliche, wenn auch keine gravierenden Kosten entstehen durch den Winterdienst auf der mittlerweile auf 2,10 Meter verengten Brücke. Wie berichtet, musste damit ein privates Unternehmen beauftragt werden, weil die Fahrzeuge der Betriebsgemeinschaft Straßendienst nicht durch die Verengung passen. Wie hoch diese zusätzlichen Kosten sein werden, konnte Dirk Möller nicht sagen. "Das wird pro Einsatz berechnet und ist abhängig vom Winter", so Möller.
Inzwischen liegen auch die Ergebnisse zweier Verkehrszählungen vor: So sei Ende 2014 vor dem Befahrungsverbot für den Schwerlastverkehr mit mehr als 24 Tonnen Gesamtgewicht und im April 2015 gezählt worden. Ergebnis: Fuhren zunächst 670 Lkw am Tag über die B3, waren es nach der ersten Tonnage-Reduzierung noch 290. Zeitgleich sei jeweils auf der Umleitungsstrecke durch Tostedt, auf der L141 (Weller- und Bahnhofstraße), gezählt worden: Dort waren es demnach zunächst 250 und im vergangenen April 420 Lkw täglich. Das seien zwar 170 Lkw am Tag mehr, die Tostedt verkraften müsste. Es bedeute aber auch, dass 230 Lkw die großräumige, beschilderte Umleitung genommen hätten, so Möller.
Der eigentliche Brückenbau ist für Ende 2017 geplant. Dann wird zunächst die alte Brücke abgerissen. Die neue Brücke soll dann voraussichtlich im Herbst 2018 fertig sein.