Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Sechs Fehlalarme in nur fünf Monaten / Was ist los in der Handeloher Flüchtlingsunterkunft?

In der Jugendherberge in Inzmühlen sind 60 junge Flüchtlinge untergebracht (Foto: archiv)
bim. Handeloh. Die Anwohner am Wehlener Weg in Handeloh-Inzmühlen und viele weitere Handeloher sind genervt: In den vergangenen Monaten wurden sie wiederholt von Sirenen aus dem Schlaf gerissen, zuletzt in dieser Woche am Montag und Mittwoch. Die Feuerwehren aus Handeloh, Tostedt, Welle und Wesel sowie die Polizei Buchholz und der Rettungsdienst rückten jeweils wegen einer Alarmierung bei der Jugendherberge an, die derzeit 60 jungen Flüchtlingen als Unterkunft dient. Grund waren aber keine Brände, sondern Fehlalarme, von denen es seit Mai schon sechs gab.
Die Brandmeldeanlage war Anfang Mai installiert worden. Kurz darauf gab es den ersten Fehlalarm. Grund für die dauernden Fehlmeldungen sind laut dem Landkreis Harburg nicht die Flüchtlinge. Nur einmal sei ein aggressiver Flüchtling für das Auslösen des Brandmelders verantwortlich gewesen, ein anderes Mal ein Dampfbügeleisen, die übrigen Einsätze vermutlich auf technische Fehler zurückzuführen. Die Anlage soll nun (endlich) überprüft werden.

Kommentar: So vergrault man Ehrenämtler

Ich bewundere die Männer und Frauen, die rund um die Uhr in Bereitschaft sind, um jederzeit auszurücken, um Menschenleben zu retten, wenn ein Unfall geschieht oder es brennt. Zu Recht rücken die Wehren mannstark zur Jugendherberge aus, da - im Falle eines Feuers - entsprechend viele Menschenleben in Gefahr sein könnten. Aber was derzeit in Inzmühlen abläuft, spottet jeder Beschreibung. Die ehrenamtlichen Retter werden vor den Kopf gestoßen. Die Überprüfung der fehlerhaften Anlage muss besser heute als morgen stattfinden! Bianca Marquardt